Jeder, der TikTok nutzt, weiß: Accounts mit Hunderttausenden oder sogar Millionen von Followern gibt es wie Sand am Meer, aber Marken, die wirklich durch den Verkauf von Produkten Geld verdienen, sind rar gesät.

Warum? Ganz einfach: Viele konzentrieren sich nur darauf, „Follower zu sammeln“, vergessen aber, dass zwischen Followern und Käufern Welten liegen – manche schauen nur aus Neugier zu, andere interessieren sich für Produkte. Aber wie bringt man die Neugierigen dazu, freiwillig Geld auszugeben?

Heute zeige ich dir anhand einiger echter Beispiele Schritt für Schritt, wie du den TikTok-Geldkreislauf erfolgreich schließt!

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1. Viele Follower ≠ gute Verkaufszahlen – Zuerst die Blase des „falschen Wohlstands“ platzen lassen

Viele Marken glauben, dass die Anzahl der Follower alles ist, aber die Realität ist ernüchternd: Es gibt zahlreiche Marken mit über 10.000 Followern, die im Livestream nur ein paar Produkte verkaufen. Wo liegt das Problem? Follower sind nicht gleich Kunden.

TikTok-Nutzer schauen Videos, um Spaß zu haben, nicht um einzukaufen. Wenn du nur „harte Werbung“ postest, bringen dir auch viele Follower keine Verkäufe. Echte Konversion gelingt nur durch gezielte Ansprache der Zielgruppe + kontinuierliches „Anfixen“ + Senkung der Kaufhürde – alles ist wichtig.

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2. Vom „Zuschauer“ zum „Käufer“ – Diese 4 Schritte sind entscheidend

1. Kein „Eigenlob“ im Content! Finde zuerst die „richtigen Leute“

Wer verkaufen will, muss wissen, welche Zielgruppe das Produkt wirklich anspricht.

Beispiel: Die Haustiermarke Seresto (Bayer) hat als Zielgruppe „Tierhalter, die Angst vor Parasiten haben“. Sie drehen direkt Aufklärungsvideos, erklären, wie das Produkt effektiv vor Flöhen und Zecken schützt, fügen leicht verständliche Grafiken und klare Handlungsanweisungen hinzu. Diese einfache und direkte Ansprache trifft den Nerv der Tierbesitzer – das Video erreicht über eine Million Aufrufe.

Wichtige Punkte:

· Nicht auf „breite Reichweite“ setzen, sondern zuerst die Kernzielgruppe festlegen (z.B. Mütter, Fitnessfans, Studenten).

· Der Content muss direkt den Schmerzpunkt treffen, z.B. „Problem zeigen + Lösung anbieten“.

· Nutze TikToks „Audience Insights“, um zu prüfen, ob die Follower-Profile und Interessen zu deinem Produkt passen.

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2. Lass die Nutzer „mitmachen“ – Interaktion ist der Schlüssel zum Erfolg

TikTok-Nutzer hassen „belehrende Werbung“, brauchen aber „Mitmach-Gefühl“. Beispiel: Die Sportmarke Gymshark startet die #gymshark66 Challenge, fordert Nutzer auf, 66 Tage lang zu trainieren und die Marke zu taggen. Die Teilnehmer können ihre Ergebnisse zeigen und haben die Chance, von der Marke gefeatured und mit Ausrüstung belohnt zu werden. Die Aktion explodiert: 112.400 Videos werden von Nutzern erstellt, der Markenaccount gewinnt 500.000 neue Follower und die Verkäufe von Sport-BHs verdoppeln sich.

Tipps zum Nachmachen:

· Starte Challenges mit niedriger Einstiegshürde (z.B. Handtanz, kreative Produktanwendung).

· Setze auf „User Generated Content“ statt Eigenlob (z.B. Käufer zeigen ihre Produkte und erhalten Rabatt).

· Lass die Fans im Livestream über die nächsten Schritte entscheiden (z.B. „Bei 10.000 Likes gibt’s 50% Rabatt“).

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3. Arbeite mit Influencern zusammen – Sei kein „Kontrollfreak“

Das größte Problem bei Influencer-Kooperationen ist, wenn Marken alles kontrollieren wollen. Die Fast-Fashion-Marke ASOS macht es clever: Sie arbeitet mit Modebloggern zusammen und stellt nur eine Bedingung: „Zeig deinen eigenen Stil, verlinke die Produktseite.“ Die Blogger sind kreativ, zeigen Office-Outfits oder Retro-Looks und machen das Thema „TikTok Made Me Buy It“ populär.

Tipps zur Vermeidung von Fehlern:

· Wähle Influencer nicht nach Followerzahl, sondern nach Interaktionsrate (Kommentare/Likes).

· Lass Influencer frei kreieren, die Marke liefert nur Produkt-Highlights und Kauf-Link.

· Verfolge nach der Kooperation das Suchvolumen für „Influencer-Look“, um die Produktstrategie zu optimieren.

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4. Verkürze den Kaufprozess – Lass die Nutzer nicht den Weg verlieren

Sie sehen ein spannendes Produktvideo, müssen aber drei Seiten wechseln, um zu bestellen? Die Nutzer sind längst weg! Die Kosmetikmarke ColourPop macht es besser: Im TikTok-Video gibt es einen „zeitlich begrenzten Rabattcode“, den Nutzer kopieren und direkt auf der Website einlösen können – 20% Sofortrabatt. Wer ein Foto vom Einkauf postet, bekommt einen weiteren Gutschein für den nächsten Kauf. Diese Strategie verdoppelt die Konversionsrate.

Tipps:

· Der Kaufprozess muss klar und einfach sein (weniger Absprünge durch Seitenwechsel).

· Füge im Videotext „Kauflink ist im angepinnten Kommentar“ hinzu.

· Veröffentliche regelmäßig „exklusive Rabattcodes“ (z.B. „TIKTOK10“ für 10% Rabatt).

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3. Daten lügen nicht! Bestseller werden „kopiert“

Glaubst du, die #GuacDance Avocado-Challenge von Chipotle entstand spontan? Sie wurde datenbasiert optimiert – zuerst wurde erkannt, dass Nutzer „Food + Dance“ mögen, dann wurden fünf Musikstücke getestet und das eingängigste gewählt, außerdem wurden die ersten drei Sekunden des Videos nach der Verweildauer der Nutzer angepasst. Das Ergebnis: Mehrere Videos mit über einer Million Aufrufen und ein Verkaufsschub für das gesamte Menü.

Praxistipps:

· Analysiere wöchentlich die „Video-Statistiken“, um die besten Content-Vorlagen zu finden.

· Vergleiche die Ergebnisse verschiedener Veröffentlichungszeiten, um Spitzenzeiten zu identifizieren.

· Teste Titel, Musik und Cover per A/B-Test, um die Erfolgsformel zu kopieren.

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Fazit

Aus Followern werden Kunden – im Grunde sind es drei Schritte:

1. Mit Content die Zielgruppe herausfiltern;

2. Mit Interaktion Vertrauen aufbauen;

3. Mit dem kürzesten Weg zum Kaufabschluss führen.

Denk daran: TikTok ist kein „Traffic-Pool“, sondern ein „Fischteich“. Erst die Fische (Nutzer) anlocken, dann das richtige Futter (Content) geben und Schritt für Schritt die Fische „angeln“ (Konversion) – das ist nachhaltiges Business!