Auf TikTok ist die Anzahl der Follower nur der Anfang, die eigentliche Herausforderung besteht darin, die Nutzer dazu zu bringen, „zu bleiben und nicht mehr gehen zu wollen“.

Viele Markenaccounts haben zwar hochwertige Inhalte und aktualisieren häufig, stehen aber dennoch vor dem Problem geringer Interaktion und schneller Nutzerabwanderung. Das Problem liegt oft in der „einseitigen Kommunikation“ – die Marke konzentriert sich nur auf Werbung und vernachlässigt das Gefühl der Beteiligung und Zugehörigkeit der Nutzer.

Heute analysiert Tuke anhand von vier echten Markenbeispielen, wie man durch strategisches Management Follower von „vorbeigehenden Zuschauern“ zu „treuen Anhängern“ macht.

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Mache die Nutzer zu Co-Kreatoren

Traditionelle Marken wollen immer „die Inhalte kontrollieren“, aber TikTok-Nutzer vertrauen eher den echten Alltagsszenen gewöhnlicher Menschen. Anstatt die Nutzer passiv Werbung sehen zu lassen, sollte man sie zu den Hauptakteuren der Inhalte machen. Marken können UGC (User Generated Content)-Kampagnen starten, um mit geringem Aufwand große Mengen an originellen Inhalten zu erhalten und gleichzeitig die Bindung der Follower durch „gesehen werden“ zu stärken.

Beispiel: Glossiers tägliche Beauty-Sharing

Die Marke Glossier startete 2022 das Thema #GlossierGirl und ermutigte Nutzer, echte Alltagsszenen mit den Produkten der Marke hochzuladen, wie schnelles Schminken vor der Arbeit, Nachschminken nach dem Sport oder sogar ungeschminkte Hautpflegeergebnisse.

Die Regeln der Aktion waren extrem einfach: Produkt zeigen und Hashtag verwenden, hochwertige Inhalte wurden vom offiziellen Markenaccount geteilt. Innerhalb von zwei Wochen erreichte das Thema über 120 Millionen Aufrufe, und 30% der Teilnehmer wurden zu Wiederholungskäufern der Marke. Während die Nutzer Inhalte beisteuerten, verstärkten sie auch unbewusst ihre Identifikation mit der Marke.

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Häufige Interaktion stärkt die Persönlichkeit

Der TikTok-Algorithmus bevorzugt Inhalte mit hoher Interaktion, und „Menschlichkeit“ ist der Hebel, um diese zu fördern. Wenn Markenaccounts nur Werbevideos posten, werden die Follower wahrscheinlich einfach weiterscrollen. Wenn sie jedoch eine lebendige Persönlichkeit aufbauen und durch Kommentare, Livestreams oder sogar freche Antworten eine emotionale Verbindung herstellen, steigt die Nutzerbindung deutlich.

Beispiel: Wendys freche Persönlichkeit

Der offizielle Account von Wendy’s ist bekannt für seine „freche“ Persönlichkeit. Wenn ein Nutzer kommentiert „Eure Burger sind kleiner als die von McDonald’s“, antwortet der Account direkt: „Vielleicht, weil wir echtes Rindfleisch verwenden, das nicht schrumpft.“ Fragt jemand „Warum sind die Pommes nicht knusprig genug?“, kontert der Account: „Ich empfehle, erst den Handybildschirm zu putzen, bevor du das Video ansiehst.“

Dieser mutige Interaktionsstil brachte dem Account in einem Monat 2 Millionen neue Follower, die durchschnittliche Interaktionsrate der Videos liegt bei 12% (Branchenstandard nur 3%). Fans folgen dem Account, um zu sehen, „wie die Offiziellen kontern“, und kommentieren sogar absichtlich, um eine Antwort zu provozieren.

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Mit Hintergrundgeschichten Exklusivität schaffen

Nutzer sind immer neugierig auf die „Hintergrundgeschichten“ einer Marke, das schafft mehr Vertrauen als Werbung. Marken können Inhalte über Produktionsprozesse, Teamalltag oder Produktentwicklung veröffentlichen, um Authentizität zu zeigen und durch Exklusivität wiederkehrende Nutzer zu gewinnen.

Beispiel: Fenty Beauty’s Fabrik-Einblicke

2023 veröffentlichte Fenty Beauty eine Serie von Kurzvideos, in denen Fans in eine italienische Fabrik geführt wurden und der gesamte Herstellungsprozess von Lipgloss – vom Mischen der Rohstoffe bis zum Abfüllen – gezeigt wurde. Im Video erklären Arbeiter die Pigmentextraktion, Gründerin Rihanna prüft persönlich Muster und sogar die Qualitätskontrolle und das Aussortieren von fehlerhaften Produkten werden gezeigt.

Die Serie erreichte über 50 Millionen Aufrufe, die Followerzahl des Accounts stieg innerhalb einer Woche um 18%. Viele Nutzer kommentierten: „Jetzt weiß ich, warum es seinen Preis wert ist.“

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Gemeinschaftsrituale schaffen

Die treuesten Fans gehören oft zu einer bestimmten Community, und Marken können dieses Zugehörigkeitsgefühl durch Rituale stärken. Durch regelmäßige Aktionen, exklusive Codes oder gestaffeltes Fan-Management fühlen sich Nutzer als Teil der Gruppe und engagieren sich freiwillig für die Marke und interagieren kontinuierlich.

Beispiel: Gymsharks Fitness-Challenge

Die Marke Gymshark startete die jährliche Aktion #Gymshark66 und ermutigte Nutzer, 66 Tage lang täglich Fitnessvideos hochzuladen und dabei die Sportbekleidung der Marke zu tragen. Teilnehmer erhielten für jeden Tag Community-Punkte, die gegen limitierte Fanartikel eingetauscht werden konnten. Wer die Challenge abschloss, wurde im „Ehrenwand“-Video der Marke verewigt.

Die Aktion zog insgesamt 500.000 Nutzer an, und nach Abschluss der Challenge stieg die durchschnittliche monatliche Interaktionszeit der Follower um 35%. Das 66-tägige Check-in-System führte dazu, dass die Nutzer sich daran gewöhnten, täglich den Markenaccount zu besuchen.

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Fazit

Es gibt keinen einfachen Weg, die Nutzerbindung zu erhöhen – der Schlüssel liegt darin, die „markenzentrierte“ Denkweise zu überwinden. Wenn die Nutzer spüren, dass die Marke sich für ihre Teilnahme interessiert und nicht nur für ihr Geld, entsteht Bindung ganz von selbst.