Viele Marken, die in Überseemärkte eintreten, sind es gewohnt, das gesamte Sortiment abzudecken und SKUs hemmungslos zu erweitern, um schnell einen möglichst großen Markt aufzubauen, und präsentieren dem Verbraucher eine riesige Produktauswahl.

Diese Herangehensweise hat zwar viele Erfolgsfälle hervorgebracht, aber wenn Ihre finanziellen und personellen Ressourcen begrenzt sind, sollten Sie einen anderen Ansatz in Betracht ziehen:

Produkte entschlacken, kontinuierlich verfeinern und iterieren – auch so lassen sich Kunden binden und langfristige Gewinne erzielen.

Das, worüber wir heute sprechenFurbo, ist genau so ein unkonventioneller Weg.

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Es ist nicht dem Trend gefolgt, die Produktlinie zu erweitern, sondern hat zehn Jahre lang wie am ersten Tag intensiv die Nische der Haustierkameras bearbeitet.Mit nur drei Kernprodukten erzielte es einen Jahresumsatz von 29 Millionen US-Dollar (umgerechnet mehr als 190 Millionen RMB).

Und die Produkte stehen seit Jahren an der Spitze der Verkaufsrangliste in der Amazon-Kategorie Haustierkameras; im Durchschnitt wird alle 10 Sekunden eine verkauft, und insgesamt wurden mehr als 20.000 positive Nutzerbewertungen gesammelt.

Viele werden neugierig sein. Wie kann man mit nur drei Produkten ein Geschäft dieser Größe aufbauen? Dann lesen Sie mit dieser Frage weiter.

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Entstanden aus den echten Schmerzpunkten des Gründers bei der Haustierhaltung

Wie viele Start-up-Marken entstand Furbo aus der persönlichen Erfahrung des Gründers.

Gründer Herr Zhang und seine Frau hielten gemeinsam einen geliebten Hund namens Gobi. Jedes Mal, wenn die beiden zur Arbeit gingen, zeigte der allein zu Hause gebliebene Gobi starke Trennungsangst, was ihnen sowohl Sorgen als auch Schuldgefühle bereitete.

Da sie den ängstlichen Blick ihres Hundes nicht ertragen konnten, befragten sie über tausend Haustierbesitzer und stellten fest, dass Trennungsangst in Doppelverdiener-Haushalten mit Haustieren weit verbreitet ist. Damals konnten gewöhnliche Überwachungskameras auf dem Markt jedoch nur Bilder anzeigen und nicht mit Haustieren interagieren.

So gründeten die beiden 2014 die Marke Furbo und begannen offiziell mit der Produktentwicklung.

Sie arbeiteten mit Tierärzten und Tierverhaltenstrainern zusammen, um die Interaktionslogik zu verfeinern, und waren entschlossen, eine spezielle Haustierkamera zu entwickeln, die Leckerlis aus der Ferne werfen und füttern sowie Zwei-Wege-Sprachdialoge ermöglicht – statt einer bloßen überarbeiteten Version einer Sicherheitskamera.

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Crowdfunding-Durchbruch, Drittplattformen + eigener Onlineshop mit anhaltender Dynamik

Im April 2016 ging die erste Generation der Furbo-Hundekamera offiziell auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo an den Start.

Das Projekt hatte ursprünglich nur ein Ziel von 50.000 US-Dollar, wurde schließlich um 906 % übertroffen und sammelte 511.000 US-Dollar ein. Damit stellte es damals einen neuen Rekord im Crowdfunding der Haustierkategorie auf und machte sich in der Branche einen Namen.

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Im selben Jahr war die Marke auf dem US-amerikanischen Amazon-Marktplatz vertreten. Die erste Produktgeneration überzeugte mit 1080P-HD, Nachtsicht, Zwei-Wege-Audio und der Möglichkeit, Leckerlis aus der Ferne zu füttern, und gewann schnell die Zuneigung zahlreicher Haustierhaushalte.

Während des Prime Day 2017 erlebte es zudem einen explosionsartigen Anstieg: Die Verkäufe erreichten das 500-Fache des üblichen Niveaus, es stand an der Spitze der BS-Bestenliste der Amazon-Kategorie Haustierkameras und wurde zu einem Bestseller auf dem US-Markt.

Man kann sagen, dass Amazon das zentrale Schlachtfeld für den Kaltstart einer Marke, die Entwicklung von Bestsellern und den Aufbau einer riesigen Menge an Nutzerbewertungen ist.

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Doch Furbo ist sehr klug: Obwohl das Geschäft brummt, setzt die Marke nicht nur auf eine einzige Plattform.

Neben Amazon ist Furbo auch auf vertikalen Haustier-E-Commerce-Plattformen wie Chewy und Wayfair vertreten, um gezielt Tierhalter zu erreichen und Markennutzer zu binden.

Darüber hinaus hat Furbo mit dem eigenen Onlineshop einen wichtigen Kanal aufgebaut.

Im Vergleich zu Drittanbieterplattformen bietet der eigene Onlineshop eine höhere Bruttomarge, kann Nutzerdaten direkt sammeln, ist im Betrieb nicht an die Regeln von Plattformen wie Amazon gebunden und ist nach und nach zu einem wichtigen Feld für Marken geworden, um eigene Zielgruppen aufzubauen und hohe Gewinne zu erzielen.

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Laut Interviews mit dem Gründerpaar hatte Furbo bereits 2017 sein Geschäft in 12 Ländern in Europa, Amerika und Asien ausgebaut und die Schwelle von zehn Millionen US-Dollar Jahresumsatz überschritten.

Seit zehn Jahren konzentriert sich das Unternehmen auf 3 SKUs

An diesem Punkt würden andere Marken vielleicht das Produktsortiment weiter ausbauen, doch Furbo geht den entgegengesetzten Weg und hält an einer minimalistischen Produktstrategie fest.

Einerseits wird die Hundekamera kontinuierlich weiterentwickelt, die KI-Fähigkeiten werden gestärkt und das Produkt von einem reinen Begleitgerät für Haustiere zu einem Gesundheitsmanager für Haustiere aufgewertet.

Mithilfe von KI werden abnormale Verhaltensweisen von Haustieren wie anhaltendes Bellen, Hin- und Herlaufen, Erbrechen und häufiges Lecken erkannt, Gesundheitsrisiken frühzeitig gemeldet und auch die Online-Beratung durch Tierärzte integriert.

Neben der Hundekamera hat die Marke nur das Mini-Basismodell und die 360°-Katzenkamera neu hinzugefügt, um vom Hundesegment auf Katzenhalter zu erweitern – insgesamt nur diese drei Kernprodukte.

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Natürlich verdient Furbo nicht nur mit Hardwareverkäufen; es gibt noch einen weiteren Geldbringer, nämlich das Abonnement Furbo Dog Nanny.

Hardware ist nur der Einstieg. Kostenpflichtige Abonnementdienste wie Cloud-Speicher und KI-Analyse des Haustierverhaltens, die Nutzer nach dem Kauf des Geräts weiterhin bezahlen, bilden eine langfristig stabile Gewinnquelle der Marke. Dieses Geschäftsmodell aus Hardware + Cloud-Abonnement hat sich am Markt als wirksam erwiesen.

Laut Daten, die von vertikalen Cross-Border-Branchenmedien veröffentlicht wurden, erreichte Furbo im Jahr 2023 einen Jahresumsatz von 29 Millionen US-Dollar (umgerechnet mehr als 190 Millionen RMB).

Davon entfielen auf den eigenen Onlineshop (einschließlich Hardware- und Abonnementerlösen) etwa 15,27 Millionen US-Dollar Jahresumsatz; auf den Amazon-Kanal etwa 14,21 Millionen US-Dollar.

Laut Angaben auf der offiziellen Website hat die Marke inzwischen weltweit mehr als 1 Million Nutzer erreicht und sich damit als Benchmark-Marke für intelligente Haustierhardware aus China im Auslandsgeschäft etabliert.

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Mit Social Media echte Anwendungsszenarien veröffentlichen, um potenzielle Nutzer zu begeistern

Sei es der herzliche Moment, in dem der Besitzer seinem Haustier aus der Ferne Leckerlis gibt und per beidseitiger Sprachinteraktion mit dem Fellbaby spricht, oder der süße Augenblick, in dem ein Tierhalter zeigt, wie sein Haustier allein zu Hause ist.

Produkte wie Haustierkameras regen Nutzer von Natur aus leicht dazu an, UGC-Inhalte zu erstellen, passen natürlicherweise zur Verbreitung auf sozialen Plattformen wie TikTok, und die Marke Furbo hat den Wert von Social-Media-Operationen früh erkannt.

Auf TikTok hat Furbo den offiziellen Account @Furbo Pet Camera eingerichtet; derzeit hat er 101.000 Follower und insgesamt 2,9 Millionen Likes.

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Bei der Content-Strategie dieses Kontos wurden plumpe Produktwerbung vermieden. Schließlich lassen sich Bedenken von Verbrauchern nicht allein durch das Auflisten von Funktionen ausräumen; erst wenn echte häusliche Anwendungsszenarien gezeigt werden, können Nutzer überzeugt werden.

Besonders auf einer Plattform wie TikTok, die stark auf Inhalte und emotionale Resonanz setzt, ist diese Vorgehensweise besonders wirkungsvoll.

Dabei wurde eines der typischsten Videos am 2023.6.26 veröffentlicht:

In dem Video löst das anhaltende Bellen des Hundes einen Gerätealarm aus, wodurch der Besitzer die Gefahr bemerkt und rechtzeitig handelt, sodass eine größere Katastrophe verhindert wird.

Schließlich überschritt dieses Video 1,6 Millionen Aufrufe, sammelte 51.500 Likes und zog zahlreiche Nutzer an, die es sich ansahen und in den Kommentaren den Produktwert diskutierten.

Solche real stattgefundenen Ereignisse haben eine starke Anziehungskraft, und beim Ansehen werden dem Produkt von den Nutzern ganz natürlich die Attribute professionell und zuverlässig zugeschrieben.

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Neben dem kontinuierlichen Betrieb des offiziellen Kontos, um Fans zu binden, kooperiert Furbo auch breit mit Nischen-Influencern, um neue Kunden zu gewinnen. Die Marke beschränkt sich nicht auf die Follower-Größe der Influencer; sowohl Laien-Blogger mit ein paar hundert Followern als auch Top-Influencer mit Millionen Followern fallen in den Kooperationsbereich.

So veröffentlichte die TikTok-Kreatorin @Lisa Van Wagoner, die nur 232 Follower hat, ein Kurzvideo mit dem Thema „Wenn du einen Hund hast, der von der Furbo-Kamera besessen ist, heb die Hand“.

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Der Inhalt ist sehr einfach: Es wird nur festgehalten, wie der eigene Hund neugierig auf die Haustierkamera reagiert, ergänzt durch mehrere niedliche Screenshots. Genau dieser eine Inhalt hat bis heute 1,4 Millionen Aufrufe und insgesamt 217.600 Likes erhalten.

Das bestätigt auch: Unterschätze niemals das Potenzial von Nischen-Influencern. Solange der Inhalt fesselnd genug ist, kann selbst mit einer sehr kleinen Follower-Basis ein viraler Hit mit Millionenaufrufen entstehen.

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Fazit

Betrachtet man den Entwicklungsweg der Marke Furbo, erkennt man leicht, dass einige Entscheidungen sehr richtig waren. Wenn auch du auf Übersee-Märkte gehen willst oder gerade eine Phase der Orientierung im Betrieb durchmachst, können dir diese Strategien vielleicht sehr helfen:

Strategie eins:Erweitere nicht vorschnell die Produktkategorie; verbessere und aktualisiere kontinuierlich die Produktleistung, und nutze geschickt das Geschäftsmodell Hardware + Abonnement, um kontinuierlich Gewinne zu erzielen.

Strategie zwei:Lass die Kanäle nicht zu einseitig sein; mehrere Kanäle erfüllen jeweils ihre Aufgaben, sodass bei einem Problem an einer Stelle nicht alles auf einmal verloren geht.

Strategie drei:Konzentriere dich nicht darauf, nur Top-Influencer mit großer Follower-Basis zu finden; solange der Inhalt ansteckend genug ist, wird die Verbreitung von selbst geschehen.