In letzter Zeit diskutieren viele grenzüberschreitende Verkäufer in Communities über die neuen Richtlinien von Amazon, diesmal ist das Coupon-Tool betroffen.
Ab dem 16. Januar 2025 wird die Coupon-Richtlinie von Amazon grundlegend geändert – der Preis für Deal-Aktionen darf nicht höher als 85 % des niedrigsten Coupon-Verkaufspreises der letzten 30 Tage sein. Diese Regelung hat für Aufsehen gesorgt und die Betriebsabläufe vieler Verkäufer durcheinandergebracht, insbesondere diejenigen, die auf Coupons zur Verbesserung ihrer Rankings angewiesen sind, stehen unter Druck.
Amazon passt Coupon-Nutzungsregeln an Quelle: amz123
Auswirkungen der neuen Coupon-Regelung: Die Erfassung des Mindestpreises wird zur „Einschränkung"
Seit seiner Einführung Ende 2017 war das Coupon-Tool für Verkäufer ein „Traffic-Zaubermittel". Im Gegensatz zu traditionellen Preisnachlassaktionen steigern Coupons durch auffällige Rabattmarkierungen auf der Produktseite die Klick- und Konversionsrate, ohne den Preis von Blitzangeboten zu beeinflussen. Für Verkäufer, die schnell den Umsatz steigern oder neue Produkte testen möchten, sind Coupons fast ein „unverzichtbares Werkzeug".
Die neue Regelung macht diese Taktik jedoch komplizierter. Gemäß der neuen Richtlinie müssen Verkäufer bei der Festlegung des Deal-Preises den niedrigsten Coupon-Rabattpreis der letzten 30 Tage berücksichtigen und sicherstellen, dass der Deal-Preis unter 85 % dieses Werts liegt. Das bedeutet, dass der Preisspielraum für zukünftige Blitzangebote oder andere Deal-Aktionen stark eingeschränkt wird, wenn ein Verkäufer einen hohen Rabatt über Coupons gewährt hat, was die Gewinne direkt schmälern könnte.
Ein Beispiel: Wenn ein Produkt über einen Coupon mit 20 % Rabatt angeboten wird, muss der Preis in zukünftigen Deal-Aktionen unter 85 % des Coupon-Rabattpreises liegen. Mit anderen Worten: Ein starker Coupon-Rabatt kann die zukünftige Preisgestaltung des Produkts in eine passive Lage bringen.

Produkt mit Coupon-Rabatt Quelle: Amazon
Zwei Hauptprobleme für Verkäufer: Preisstrategie und Ranking-Wettbewerb
Die neue Regelung bringt für Verkäufer mindestens zwei Herausforderungen mit sich.
1. Schwierige Kontrolle der Preisstrategie
Verkäufer müssen ihre Preise noch präziser verwalten. Wenn der Coupon-Rabatt zu hoch ist, wird es schwierig, die Preise für nachfolgende Aktionen zu senken; ist der Rabatt zu gering, könnten Kunden nicht angezogen werden. Die Balance zwischen Attraktivität und Gewinn zu finden, wird zur Herausforderung.
2. Einschränkung traditioneller Taktiken zur Verbesserung des Rankings
Viele Verkäufer nutzen Coupons, um vor Blitzangeboten ihr Ranking zu verbessern und so die Klick- und Konversionsrate bei nachfolgenden Aktionen zu steigern. Da der Coupon-Preis jedoch erfasst wird, könnte dieses „Tool zur Umsatzsteigerung" unwirksam werden. Für Verkäufer, die auf Blitzangebote angewiesen sind, könnte die Wettbewerbsfähigkeit geschwächt werden.
Ein Verkäufer sagte direkt: „Coupons waren ursprünglich zum Angeln gedacht, ohne den Produktpreis zu beeinflussen. Jetzt wird es so kompliziert, dass man besser einfach den Preis senkt." Diese leicht spöttische Beschwerde spiegelt die psychologische Auswirkung der neuen Regelung auf Verkäufer wider.
Coupon-spezifische Aktionsoberfläche Quelle: Amazon Global Selling
Häufige Regeländerungen: Wie sollten Verkäufer reagieren?
Tatsächlich hat Amazon in den letzten Jahren häufig Anpassungen an der Coupon-Funktion vorgenommen. Dies ist nicht das erste Mal, dass Verkäufer mit Regeländerungen konfrontiert werden, aber jede Änderung hat Auswirkungen auf Preisstrategien und Betriebsweisen.
Rückblick auf Coupon-Änderungen im Jahr 2024:
März: Coupon-Anmeldung erfordert historischen Preis
Amazon verlangte, dass Produkte einen Medianpreis der letzten 90 Tage haben müssen, um Coupons zu beantragen. Dies nahm vielen neuen Produkten die Möglichkeit, über Coupons beworben zu werden.
November: Lockerung der Beschränkungen für neue Produkte
Nach zahlreichen Rückmeldungen kündigte Amazon eine Anpassung der Regel an, die es neuen Produkten mit einer Bewertung von über 4 Sternen und mehr als 5 Rezensionen erlaubt, direkt Coupons zu beantragen. Diese Änderung bot neuen Verkäufern eine gewisse Flexibilität.
Diese häufigen Anpassungen erhöhen zwar die Anpassungskosten für Verkäufer, zeigen aber auch, dass Amazon die Feinsteuerung seiner Plattform-Aktionen verstärkt. Sowohl Coupons als auch Deals könnten in Zukunft strengeren Preisregeln unterliegen, um die Stabilität des Preissystems der Plattform zu gewährleisten.

Amazon passt Coupon-Anmelderichtlinien an Quelle: Amazon Global Selling
Fazit: Anpassungsfähigkeit entscheidet über Erfolg
Die Anpassungen der Coupon-Regeln zeigen, dass Amazon die Kontrolle über Preissysteme und Aktionen verschärft. Für Verkäufer ist dies sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance, ihre Betriebsfähigkeiten zu verbessern. Wie man unter den neuen Regeln die Balance findet und eine vorausschauende Preisstrategie entwickelt, wird entscheidend für den zukünftigen Wettbewerb sein.
Im sich ständig verändernden grenzüberschreitenden E-Commerce-Markt ist nichts von Dauer.
Das Überleben des Stärkeren ist die ewig gültige Regel.



