Mit der bevorstehenden Weihnachtszeit und den Jahresendaktionen steht das Logistiksystem von Amazon erneut unter enormem Druck. Einerseits werden einige Lager aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage vorübergehend keine Waren mehr annehmen; andererseits hat Amazon auch eine Anpassung der Gebühren für seinen Multi-Channel-Fulfillment (MCF)-Service angekündigt. Für viele Cross-Border-E-Commerce-Verkäufer bedeuten diese Änderungen höhere operative Herausforderungen und Kostendruck. Wie sollten Verkäufer auf diese Reihe von Veränderungen reagieren?
1. Amazon-Lager-Warenannahmestopp: Logistikherausforderungen in der Hochsaison verschärfen sich
In letzter Zeit haben mehrere Amazon-Lager die Einstellung der Warenannahme angekündigt. Vom 15. Dezember bis zum 31. Dezember werden einige Lager keine neuen Waren mehr annehmen. Laut Berichten von Verkäufern haben einige Lager (wie QXY5, JOT1, LGB8 usw.) aufgrund von Platzmangel und einem Anstieg des Bestellvolumens bereits häufig Annahmen verweigert, was zu Verzögerungen bei der Bearbeitung einiger Sendungen geführt hat. Diese Maßnahme soll in erster Linie sicherstellen, dass Amazon die Bestellungen in der bevorstehenden Weihnachtseinkaufssaison effizient bearbeiten kann, bereitet den Verkäufern jedoch erhebliche Probleme.
Warum kommt es zu dieser Situation?
Mit der bevorstehenden "Black Friday"-Aktion und der Weihnachtseinkaufssaison steigt die Kaufnachfrage der Verbraucher sprunghaft an, und das Lager- und Versandsystem von Amazon steht vor einem beispiellosen Druck. Um sicherzustellen, dass bestehende Bestellungen rechtzeitig ausgeliefert werden können, muss Amazon vorübergehend die Warenannahme einschränken, um einen vollständigen Zusammenbruch des Logistiksystems zu vermeiden.
Wie sollten Verkäufer reagieren?
Angesichts dieser Situation müssen Verkäufer ihre Versandpläne vorzeitig anpassen und versuchen, die Waren vor dem 15. Dezember in die Lager zu bringen. Wenn eine rechtzeitige Lieferung nicht möglich ist, kann erwogen werden, die Bestände zur vorübergehenden Einlagerung in externe Drittanbieter-Lager umzuleiten. Darüber hinaus sollten Verkäufer eng mit dem Amazon-Kundendienst kommunizieren, um die spezifischen Betriebsabläufe der Lager zu verstehen und flexible Versandarrangements treffen zu können.
Bildquelle: Verkäufer-Home
2. Anpassung der Multi-Channel-Fulfillment (MCF)-Gebühren: Kostensteigerung steht unmittelbar bevor
Neben der Nachricht über den Warenannahmestopp in den Lagern hat Amazon auch angekündigt, ab dem 15. Januar 2025 die Gebühren für den Multi-Channel-Fulfillment (MCF)-Service anzupassen. Konkret werden die MCF-Gebühren im Durchschnitt um 3,5 % steigen. Artikel mit einem Gewicht von 1 Pfund oder weniger bleiben weiterhin zum ursprünglichen Preis, aber für übergewichtige oder großformatige Artikel werden die Gebühren je nach spezifischem Gewicht und Volumen angepasst. Dies bedeutet, dass Verkäufer mehr auf das Volumen und Gewicht ihrer Produkte achten müssen, um unnötige Kosten zu vermeiden.
Was steckt hinter dieser Änderung?
Mit diesem Schritt reagiert Amazon auf die steigenden Logistikkosten, insbesondere in der Hochsaison. Durch die Anpassung der Gebührenstruktur möchte Amazon die Versand- und Lagerdienstleistungen in Zeiten hoher Nachfrage optimieren und sicherstellen, dass eine große Anzahl von Bestellungen zeitnah und effizient bearbeitet werden kann.
Wie sollten Verkäufer reagieren?
Verkäufer können die Kostensteigerung auf folgende Weise bewältigen:
1. Optimierung von Produktvolumen und -gewicht: Kleine und leichte Artikel haben Kostenvorteile. Verkäufer können entsprechende Anpassungen im Produktdesign und Bestandsmanagement vornehmen, um den Anteil großformatiger Artikel zu reduzieren.
2. Nutzung intelligenter Speicheroptionen: Amazon hat den AWD Intelligent Storage Service eingeführt, der Verkäufern Rabatte auf Lagergebühren bietet. Verkäufer, die diesen Service wählen, können 10 % pro Kubikfuß sparen. Durch die kluge Wahl der Lagerungsmethode können Verkäufer die Lagerkosten senken.
3. Optimierung der Versandstrategie: Da die MCD-Ausgangstransportgebühren von einer festen Gebühr auf eine dynamische, auf der Transportentfernung basierende Gebühr umgestellt werden, sollten Verkäufer ihre Logistikstrategie an den tatsächlichen Bedarf anpassen und nach Möglichkeit Kurzstreckentransporte wählen, um die Transportkosten zu senken.
3. Winterliche Herausforderungen im Cross-Border-E-Commerce: Wie findet man Chancen im Wandel?
Mit den sich ändernden Betriebsrichtlinien von Amazon stehen Cross-Border-E-Commerce-Verkäufer vor größerem Kostendruck und logistischen Herausforderungen. Dies bietet jedoch auch klugen Verkäufern neue Chancen. Wie man in der Hochsaison Veränderungen annimmt, Herausforderungen bewältigt und Kosten senkt, ist eine Frage, der sich jeder Verkäufer stellen muss.
Empfohlene Maßnahmen:
1. Vorzeitige Planung der Versandpläne: Aufgrund der Lagereinschränkungen im Dezember sollten Verkäufer den Versand vorzeitig planen und vermeiden, Waren nach Mitte Dezember zu versenden.
2. Optimierung von Produkten und Verpackung: Durch die Reduzierung des Anteils großformatiger oder schwerer Artikel können Verkäufer die Logistikkosten effektiv kontrollieren.
3. Erkundung weiterer Logistiklösungen: Neben Amazons MCF können Verkäufer, die über mehrere Kanäle verkaufen, andere Drittanbieter-Logistikdienste ausprobieren, um Risiken zu streuen und die Abhängigkeit von einer einzelnen Plattform zu verringern.
Obwohl diese Gebührenanpassung und der Warenannahmestopp in den Lagern für Verkäufer erheblichen Druck bedeuten, zwingen sie die Verkäufer auch dazu, mehr Wert auf Logistikeffizienz und Bestandsmanagement zu legen. Durch angemessene Anpassungen können Verkäufer nicht nur die aktuellen Herausforderungen bewältigen, sondern sich auch einen Vorsprung im zukünftigen Wettbewerb sichern.



