Kürzlich,hat der globale E-Commerce-Riese Amazon die Logistikrichtlinien für die Hochsaison 2025 veröffentlicht und damit den Rahmen für die wichtigste Verkaufsperiode des zweiten Halbjahres abgesteckt.
Für Millionen von Verkäufern sind Black Friday, Cyber Monday und das Weihnachts-Shopping die entscheidenden Zeiträume zur Steigerung des Jahresumsatzes – und zugleich ein umfassender Test im Umgang mit Plattformrichtlinien, verändertem Konsumentenverhalten und intensivem Wettbewerb.

Logistikrichtlinien für die Hochsaison veröffentlicht: Versandgebühren bleiben stabil, aber strengere Lageranforderungen
Um Verkäufern eine frühzeitige Planung zu ermöglichen, hat Amazon das Zeitfenster für die Hochsaison-Versandgebühren 2025 festgelegt: Beginn am 15. Oktober, Ende am 14. Januar des Folgejahres, insgesamt drei Monate.
Diese Gebühren gelten für alle Produkte, die FBA, Amazon Logistik Fernversand, US-Multichannel-Fulfillment (MCF) und Buy with Prime nutzen.
Im Vergleich zum Vorjahr bleiben die Gebührenstandards für die USA und Kanada stabil, es gibt keinen zusätzlichen Erhöhungsdruck.
Diese Richtlinie bedeutet, dass Verkäufer bei der Kalkulation der Logistikkosten keine unerwarteten Erhöhungen befürchten müssen. Amazon hat zudem angekündigt, dass die Lagerkonfigurationsgebühr für große Artikel, die den Größen-/Gewichtsstandards entsprechen und an einem Standort eingelagert werden, durchschnittlich um 0,58 US-Dollar pro Stück gesenkt wird.
Allerdings hat Amazon strengere Anforderungen an den Lagerprozess eingeführt. Offiziell wurde bekannt gegeben, dass für Sendungen, die nicht den Amazon Global Logistics (AGL) oder Amazon SEND Service nutzen (einschließlich grenzüberschreitender und inländischer Sendungen), das „voraussichtliche Lieferzeitfenster“ deutlich verkürzt wird: von bisher 14 Tagen auf 7 Tage. Das bedeutet, dass die Logistikplanung der Verkäufer noch präziser sein muss und der Spielraum für Fehler deutlich kleiner wird.

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Lagerfrist veröffentlicht, das Zeitfenster für die Vorratshaltung ist knapp
Mit dem näher rückenden Black Friday und Cyber Monday hat Amazon die Lagerfristen für AWD (Amazon Distribution Network) und FBA veröffentlicht. Die Plattform empfiehlt Verkäufern, den Lagerbestand der wichtigsten Produkte im August und September einzubringen, um Verkaufschancen durch verspätete Lagerung nicht zu verpassen.
Dieses Vorratshaltungsfenster ist enger als in den Vorjahren. Amazon empfiehlt Verkäufern, den „Kapazitätsmanager“ genau zu beobachten, den Bestand entsprechend der tatsächlichen Verkaufszahlen anzupassen, überschüssige Produkte rechtzeitig zu bereinigen und bei Bedarf zusätzliche Lagerkapazität zu beantragen.
Im Bereich Bestandsmanagement empfiehlt Amazon die Nutzung der AWD-Lagerlösung. Diese bietet deutliche Vorteile: Die Lagergebühr in der Hochsaison ist im Vergleich zu FBA um 80% niedriger und es gibt keine Kapazitätsbeschränkungen.
Zusätzlich können Verkäufer, die die automatische Nachschubfunktion aktivieren, einen Rabatt von 10% erhalten, was ihnen noch mehr Auswahlmöglichkeiten bietet.

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Großes Verkaufspotenzial am Black Friday und Cyber Monday, aber die Verbraucher sind vorsichtiger
Als jährliches Highlight der grenzüberschreitenden E-Commerce-Branche ist der „Black Friday und Cyber Monday“ seit jeher ein wichtiger Moment, auf den internationale Verkäufer gespannt warten.
Der Black Friday 2025 findet am Freitag, den 28. November statt und wird voraussichtlich neue Rekorde aufstellen. Prognosen zeigen, dass der Online-Umsatz in den USA am Black Friday 2025 zwischen 12 und 12,5 Milliarden US-Dollar liegen könnte, weltweit sogar zwischen 80 und 82 Milliarden US-Dollar.
Dieses Jahr ist das Portemonnaie der Verbraucher „gefesselt“. Unter dem Druck der Inflation werden nicht notwendige Ausgaben zuerst gestrichen, und Praktikabilität sowie Preis-Leistungs-Verhältnis sind die goldenen Regeln beim Einkauf.
Der Markttrend hat sich bereits gewandelt: 30% der Amerikaner geben an, ihre Gesamtausgaben zu reduzieren. Eine Umfrage zeigt sogar einen noch extremeren Sparkurs: Weitere 30% der Verbraucher werden zu „Rabattjägern“ und kaufen nur bei den besten Angeboten.
Interessanterweise stehen in diesem „Spar-Krieg“ die Generation X (37%) und die Generation Z (35%) an vorderster Front und werden zu den Verfolgenden von Sonderaktionen.

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Amazon-Verkäufer stehen in dieser Hochsaison vor einem noch komplexeren Geschäftsumfeld,sie müssen sowohl mit steigenden Plattformgebühren als auch mit der vorsichtigeren Einstellung der Verbraucher umgehen.
Mit dem näher rückenden AWD- und FBA-Lagerstichtag bei Amazon können nur diejenigen Verkäufer, die Kosten präzise kontrollieren, die Betriebseffizienz optimieren und echten Mehrwert bieten, sich im diesjährigen Hochsaison-Wettbewerb behaupten.
In der Vorbereitungsphase für Black Friday und Cyber Monday, in der Chancen und Herausforderungen nebeneinander bestehen, müssen Verkäufer ihre eigene Situation umfassend bewerten und eine wissenschaftlich fundierte Verkaufsstrategie entwickeln, um beim großen Jahresendverkauf ideale Ergebnisse zu erzielen.
