Das „SAP Emarsys: Whitepaper zu DTC-Marketingtrends für internationale Marken 2024“ untersucht die Trends im DTC-Marketing für internationale Marken, einschließlich der Entwicklung des DTC-Modells, seiner Vorteile, Marketingstrategien und relevanter Fallstudien, und bietet internationalen Marken einen umfassenden Marketingleitfaden.
1. Überblick über das DTC-Marketingmodell
- Ursprung und Entwicklung: Das DTC-Modell hat seinen Ursprung in den USA, mit Warby Parker als Vorreiter, und entstand mit der Entwicklung des Internets. Seine Entwicklung durchlief mehrere Phasen, von frühen vertikalen E-Commerce- und Abonnementformen bis hin zu Phasen, die auf Innovation und Omnichannel-Marketing fokussieren.
- Modellvorteile: Das DTC-Modell bietet internationalen Marken Vorteile wie eine erhöhte Markentreue der Verbraucher, verbesserte Einblicke und eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Risiken. Es ermöglicht direkte Interaktion mit Verbrauchern, steigert die Markentreue, fokussiert auf Nutzerdateneinblicke, verbessert die Lokalisierungseffektivität und erhöht die Risikotoleranz.
2. Gründe für internationale Marken, DTC-Marketing zu wählen
- Veränderungen im Marktumfeld: Die Pandemie führte zu einem Anstieg der Online-Aktivitäten und deren Nebeneffekten, Änderungen der Datenschutzbestimmungen und einem Rückgang der Grenznutzen der Nutzer, was die Kosten für Traffic erhöhte. In der Ära nach dem Traffic-Boom muss der strategische Schwerpunkt internationaler Marken auf die Verwaltung bestehender Nutzer gelegt werden.
- Bedeutung der eigenen Website: Die eigene Website übernimmt Funktionen wie Markenimage-Präsentation, Aufbau privater Traffic-Pools, Direktvertrieb an Kunden, Wiederkäufe und Cross-Selling. Sie ist der zentrale Kanal für Marken zur Lokalisierung im Ausland, zur Sicherung von Marktanteilen und zur Förderung von Wiederkäufen.
3. Schlüsselelemente des DTC-Marketings
- Echtzeit-Kunden-360: Durch die Integration von Daten aus verschiedenen Quellen wird ein umfassender und vollständiger Überblick über jeden Kunden bereitgestellt, was die Verwaltung bestehender Nutzer und ein personalisiertes Nutzerlebenszyklus-Management ermöglicht.
- Kundeninteraktionskanäle: Dazu gehören mehrere Kanäle wie E-Mail, soziale Medien und Websites, die durch Omnichannel-Marketing mit Verbrauchern interagieren.
- Kundeninteraktionsstrategie: Basierend auf dem Verhalten und den Vorlieben der Verbraucher werden personalisierte Marketingstrategien entwickelt, um das Nutzererlebnis und die Konversion zu verbessern.
4. Nutzerlebenszyklus-Management
- Nutzerzentrierung: Die beste Praxis im DTC-Marketing ist es, den Nutzer in den Mittelpunkt zu stellen und Omnichannel-Marketing rund um die Nutzerbedürfnisse zu betreiben. Durch umfassende Nutzereinblicke wird ein effizientes Management des Kundenlebenszyklus erreicht.
- Echtzeit-Nutzer-360: Durch Datenerfassung und -analyse werden Nutzer mithilfe von Datenmodellen wie RFM automatisch segmentiert. Bei klaren Marketingzielen wird eine Personalisierung von Zeit, Kanal, Rolle und Inhalt erreicht.
5. Omnichannel-Interaktionskoordination
- Omnichannel-Marketingstrategie: Durch Datenintegration und automatisierte Segmentierung werden die Loyalität und Koordination zwischen Marke und Verbrauchern gestärkt, die Integration und Konsistenz zwischen den Kanälen verbessert und ein nahtloses Markenerlebnis geschaffen.
- Kanalvorteile: In den wichtigsten Märkten Europas und Nordamerikas sind Communities, Websites und E-Mail in der Regel die am einfachsten erreichbaren Kanäle für Verbraucher. E-Mail ist dabei relativ direkter und KPIs sind leichter messbar.
6. Marketingstrategie und Automatisierungsplattform
- Strategie mit dem Ziel vor Augen: Eine ausgereifte DTC-Marketingstrategie wird von Zielen geleitet und kombiniert das Nutzerlebenszyklus-Management mit einer Automatisierungsplattform, um das Nutzererlebnis und die Konversion zu verbessern.
- Rolle der Automatisierungsplattform: Die Automatisierungsplattform ermöglicht durch die 4W (die vier Dimensionen Zielgruppe, Inhalt, Zeit und Kanal) eine intelligente und personalisierte Ansprache, was die Konversionsrate weiter fördert.
7. Fallstudien
- DJI: Durch personalisierte Marketingstrategien wurde das Nutzerengagement gesteigert. Mithilfe der Automatisierungsplattform und Strategiefunktionen wurden die Einnahmen aktiver Nutzer erheblich gesteigert und der durchschnittliche Bestellwert erhöht.
- EcoFlow: Durch Marketingautomatisierung wurden wertvollere Marktsegmente erschlossen und der Markenwert gesteigert. KI-Modelle ermöglichten eine präzisere Nutzeransprache, senkten die Marketingkosten und steigerten die Wiederkaufsrate und Nutzeraktivität.
- Love, Bonito: Durch die Integration des Technologiesystems mit SAP Emarsys und die Bereitstellung personalisierter Marketinginhalte wurden Wiederkäufe und der durchschnittliche Ausgabebetrag der Nutzer effektiv gesteigert, und die Markenwahrnehmung der Verbraucher verbesserte sich deutlich.
8. Zukünftige Entwicklungstrends
- Kontrolle über private Daten: Das DTC-Marketingmodell erfordert eine stärkere Kontrolle über die gesamten privaten Daten. Durch Omnichannel-Integration, personalisierte Ansprache und KI-Unterstützung wird die effektive Nutzeransprache in Marketingkampagnen beschleunigt.
- Nutzerlebenszyklus-Management: Durch Echtzeit-Kunden-360 und Automatisierungsplattformen wird ein personalisiertes Management des gesamten Nutzerlebenszyklus erreicht, der Nutzerlebenszyklus verlängert und der durchschnittliche Ausgabewert gesteigert.
- Omnichannel-Marketingkoordination: Omnichannel-Marketingautomatisierung ist bereits der Standard. Durch eine einheitliche Datenplattform werden personalisierte Dienstleistungen und ein verbessertes Nutzererlebnis ermöglicht.
- Verbreitung von KI: KI-gestützte Inhaltserstellung und Strategiebereitstellung sind die beiden wichtigsten Bereiche, in denen KI das Marketing unterstützt. Sie steigern die Marketingeffizienz, senken Kosten und verbessern die Anpassungsfähigkeit an lokale Gegebenheiten.







