In den letzten Jahren hat sich die traditionelle Fertigungslandschaft durch die beschleunigten globalen wirtschaftlichen Veränderungen grundlegend gewandelt. Die Ära, in der man sich auf kostengünstige Auftragsfertigung stützte, um Vorteile zu erzielen, ist allmählich vorbei. Immer mehr Fertigungsunternehmen erkennen, dass einfache Produktion allein nicht mehr ausreicht, um langfristiges Wachstum zu sichern. Der globale Markt verlangt von Produkten nicht mehr nur, dass sie „gut hergestellt“ sind, sondern dass sie „eine Marke schaffen“ und „Mehrwert generieren“.
Wie also gelingt der Wandel von der Auftragsfertigung zur eigenen Marke? Wie kann man sich auf dem globalen Markt eine Position sichern? Cross-Border E-Commerce und Innovationskraft sind zu den zentralen Wegen für Fertigungsunternehmen geworden, um international Fuß zu fassen.
Vom OEM zur eigenen Marke: Der Weg der Fertigungsunternehmen aus der Sackgasse
Der erste Schmerzpunkt für Fertigungsunternehmen ist oft die Abhängigkeit vom Auftragsfertigungsmodell (OEM). Obwohl dieses Modell ein gewisses Einkommen generiert, sind die Gewinnmargen begrenzt, und man bleibt stets der Kontrolle externer Marken unterworfen. Wenn sich die globalen Märkte verändern, ist der Druck auf Auftragsfertiger besonders groß.
Um dieser Herausforderung zu begegnen, entscheiden sich immer mehr Unternehmen für den Weg zur eigenen Marke, in der Hoffnung, durch Produktinnovation und Markenbildung höhere Gewinne und mehr Marktmacht zu erlangen.
Am Beispiel von Anker: Dieses Unternehmen war ursprünglich ein Hersteller, der für internationale Marken produzierte, spezialisiert auf elektronische Zubehörteile wie Ladegeräte. Mit dem explosionsartigen Wachstum des globalen Marktes für intelligente Geräte erkannte Anker jedoch, dass die reine Auftragsfertigung nicht ausreichte, um den Marktveränderungen zu begegnen.
Daher begann das Unternehmen, durch eigene Forschung und Entwicklung, Design und Markenaufbau eigene Produkte auf den Markt zu bringen und mithilfe von Cross-Border E-Commerce-Plattformen wie Amazon seine Marke global zu positionieren. Heute ist Anker eine weltweit bekannte Marke für Unterhaltungselektronik mit einem Jahresumsatz von mehreren Milliarden US-Dollar.
Dieses Beispiel trifft direkt den Schmerzpunkt der Fertigungsunternehmen: Wie gelingt der Wandel von der Auftragsfertigung, wie baut man eine eigene Marke auf?. Der Erfolg von Anker zeigt, dass Cross-Border E-Commerce-Plattformen Unternehmen die Möglichkeit globaler Sichtbarkeit bieten, während Markenbildung und Innovation die Kernelemente sind, um das Modell der Auftragsfertigung mit geringer Wertschöpfung zu durchbrechen.
Cross-Border E-Commerce fördert den Markenexport: Verkürzung der Vertriebskette
Ein weiterer Schmerzpunkt für viele Fertigungsunternehmen ist die Komplexität und Ineffizienz der Vertriebskanäle.
Im traditionellen Außenhandelsmodell durchläuft ein Produkt mehrere Ebenen – vom Exporteur über den Importeur bis zum Händler – bevor es den Endkunden erreicht. Jede Ebene drückt die Gewinnmarge. Dies senkt nicht nur die Einnahmen des Unternehmens, sondern erschwert es dem Hersteller auch, direkt mit den Kunden zu interagieren und Marktrückmeldungen zu erhalten.
Der Aufstieg des Cross-Border E-Commerce hat dieses Problem effektiv gelöst. Über E-Commerce-Plattformen können Fertigungsunternehmen direkt globale Verbraucher erreichen, Zwischenhändler umgehen, die Gewinnmargen steigern und die Vertriebskette verkürzen.
SHEIN ist ein sehr typisches Beispiel.
Dieses chinesische Fast-Fashion-E-Commerce-Unternehmen verkauft über seine eigene Plattform und Cross-Border E-Commerce eine große Menge an Kleidung direkt an globale Verbraucher, ohne die Rolle von Zwischenhändlern, und gewinnt so mit äußerst wettbewerbsfähigen Preisen den internationalen Markt.
Noch wichtiger ist, dass SHEIN durch datengesteuertes Lieferkettenmanagement einen extrem schnellen Kreislauf aus Design, Produktion und Verkauf realisiert und sich erfolgreich einen Platz im globalen Modebereich gesichert hat.
Das Modell von SHEIN zeigt, dass Fertigungsunternehmen durch Cross-Border E-Commerce das „Mehrebenenproblem“ des traditionellen Außenhandels durchbrechen können, indem sie Produkte direkt an die Verbraucher bringen und so eine höhere Rentabilität und Marktkontrolle erlangen.
Digitale Transformation: Der Schlüssel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
Im Zuge der Globalisierung und Digitalisierung benötigen Fertigungsunternehmen nicht nur eine Transformation der Vertriebskanäle, sondern auch eine Verbesserung ihrer eigenen Produktions- und Managementmodelle. Intelligente Fertigung und digitales Management sind zu zentralen Mitteln zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit geworden.
Durch die digitale Transformation können Fertigungsunternehmen nicht nur die Produktionseffizienz steigern, sondern auch flexibler auf Marktanforderungen reagieren und Produktentwicklungszyklen verkürzen.
Galanz ist ein typisches Beispiel für eine erfolgreiche Modernisierung durch digitale Transformation.
Als traditioneller Hersteller von Haushaltsgeräten begann Galanz mit der Auftragsfertigung von Mikrowellen und eroberte einen gewissen globalen Marktanteil. Mit zunehmendem Wettbewerb erkannte Galanz jedoch, dass nur durch intelligente Fertigung und digitales Management die Markenbekanntheit weiter gesteigert und eine Position auf dem globalen Markt für Haushaltsgeräte gefestigt werden kann.
Durch den Aufbau intelligenter Fabriken und die Förderung der digitalen Transformation steigerte Galanz nicht nur die Produktionseffizienz, sondern konnte auch über Cross-Border E-Commerce-Plattformen maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen für globale Verbraucher anbieten.
Dieses Modell beantwortet direkt eine weitere Kernfrage für Fertigungsunternehmen: Wie bleibt man auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig?
Die digitale Transformation brachte effizientere Produktionsmethoden und präzisere Marktreaktionen mit sich, sodass Galanz im hart umkämpften Markt für Haushaltsgeräte seine Innovationskraft bewahren konnte.
Markenbildung: Das Erfolgsrezept auf dem internationalen Markt
Ob über Cross-Border E-Commerce-Plattformen oder durch digitale Transformation – Markenbildung ist ein entscheidender Faktor, den Fertigungsunternehmen auf ihrem Weg ins Ausland nicht vernachlässigen dürfen. Viele Fertigungsunternehmen haben zwar hervorragende Produkte, können aber aufgrund fehlender Markenbekanntheit auf dem internationalen Markt keine höheren Preise erzielen.
Haier, als Vertreter der chinesischen Fertigungsindustrie, hat durch jahrelange Markenbildung erfolgreich ein starkes Markenimage auf dem internationalen Markt aufgebaut.
In der Anfangsphase erschloss Haier durch die Übernahme ausländischer Marken den europäischen und amerikanischen Markt, aber das Unternehmen gab sich damit nicht zufrieden. Durch kontinuierliche technologische Innovation und Markenaufwertung wandelte sich Haier erfolgreich zu einem weltweit führenden Hersteller von Haushaltsgeräten.
Heute ist Haier nicht nur ein Synonym für Haushaltsgeräte, sondern auch ein Vertreter für intelligentes Wohnen und innovative Technologie. Der Erfolg liegt darin, dass Haier nicht nur Produkte auf den internationalen Markt bringt, sondern durch lokale Betriebsführung, Markenaufbau und innovative Forschung und Entwicklung das Vertrauen globaler Verbraucher gewonnen hat.
Der Erfolg von Haier gibt Fertigungsunternehmen eine Richtung vor: Das Produkt ist nur die Basis, die Marke ist der Schlüssel. Nur durch kontinuierlichen Markenaufbau können Fertigungsunternehmen die Initiative auf dem internationalen Markt wirklich ergreifen.
Fazit: Der Weg zur Lösung für den Export der Fertigungsindustrie
Die Fertigungsindustrie befindet sich in einer Ära der beschleunigten Integration von Globalisierung und Digitalisierung. Cross-Border E-Commerce, Markenbildung und digitale Transformation sind zu wichtigen Wegen für Unternehmen geworden, um aus der Sackgasse zu finden.
Unternehmen, die sich von den Fesseln der Auftragsfertigung befreien, traditionelle Vertriebsketten durchbrechen und durch Innovation, Markenbildung und digitales Management ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können, werden auf dem globalen Markt langfristig erfolgreich sein.
Für jedes Fertigungsunternehmen bedeutet der Weg ins Ausland nicht nur „Produkte zu verkaufen“, sondern auch „die Marke hinauszutragen“. Mithilfe von Cross-Border E-Commerce-Plattformen, dem Einsatz intelligenter Fertigungstechnologien und dem Erfassen der Bedürfnisse globaler Verbraucher können sich Fertigungsunternehmen von Auftragsfertigern zu Markenakteuren auf dem globalen Markt wandeln und den Sprung von der Fertigung zur „intelligenten Fertigung“ wirklich vollziehen.



