TikTok ist längst keine reine Unterhaltungsplattform mehr, sondern ein „goldener Sprungbrett“ für Marken, die international durchstarten wollen. Doch um hier Fuß zu fassen, reicht es bei weitem nicht, nur Geld in Werbung zu stecken.

Die Marken, die wirklich erfolgreich sind, beherrschen drei Kernkompetenzen: Mit Inhalten begeistern, durch Interaktion Fans gewinnen und über geschlossene Kreisläufe verkaufen. Diese drei Schritte greifen nahtlos ineinander und sind untrennbar.

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1. Begeistern: Produkte in „soziale Währung“ verwandeln

In der informationsüberfluteten TikTok-Welt können „gewöhnliche Inhalte“ nicht mehr durchdringen. Wirklich erfolgreiche Marken verstehen es, Produktvorteile in kreative Inhalte zu verwandeln und bei den Nutzern unbewusst Kaufwünsche zu wecken.

Bei der internationalen Vermarktung des HONOR50 verzichtete Honor auf traditionelle Werbemethoden und arbeitete stattdessen mit der virtuellen Influencerin „Nunu“ zusammen, um eine Fantasiewelt zu erschaffen.

Indem sie Geschichten von jungen Leuten zeigten, die mit dem Handy wunderbare Momente des Lebens einfangen, integrierte sich die Marke nahtlos in die Interessenssphäre der Generation Z. In Kombination mit einer anhaltenden Marken-Challenge stieg die Bekanntheit des Produkts bei jungen Zielgruppen rapide an, und die Kaufnachfrage wurde effektiv angeregt.

HONOR50 & Nunu Quelle: TikTok

Das Comeback der amerikanischen Drogerie-Kosmetikmarke e.l.f. zeigt noch mehr bodenständige Cleverness. Als das Team entdeckte, dass auf TikTok über 3 Millionen Videos von Nutzern, die ihre Produkte teilten, spontan entstanden waren, ergriff es entschlossen die Gelegenheit und startete die #eyeslipsface-Challenge.

Mit eingängiger Musik und der Beteiligung von Stars und Influencern wurden die Nutzer aktiv dazu motiviert, eigene Make-up-Inhalte zu erstellen. Die Aktion erzielte letztendlich 7 Milliarden Aufrufe, der Markensong schaffte es auf Platz 4 der Spotify-Charts und die Verkaufszahlen stiegen um 3%.

Quelle: TikTok

Diese Beispiele beweisen: Begeistern bedeutet nicht, Produkte aufzudrängen, sondern den Nutzern zu ermöglichen, den Produktwert durch Inhalte zu erleben. Wenn Kurzvideos zum „ersten Berührungspunkt“ für Kaufentscheidungen werden, ist Kreativität der größte Hebel für Reichweite.

2. Interagieren: Nutzer vom „Zuschauen“ zum „Mitmachen“ bewegen

Das Wesen von TikTok ist die Community. Um in diese Community einzudringen, müssen Marken von ihrem hohen Ross herunterkommen und mit den Nutzern auf eine Weise interagieren, die der lokalen Kultur entspricht – „mitspielen“.

Als Haier nach Südostasien expandierte, ergab eine Marktforschung, dass die lokalen Verbraucher ein starkes Bedürfnis nach „gesunder Luft“ hatten, aber keine geeigneten Produkte fanden. Anstatt direkt Werbung zu schalten, entwarf das Unternehmen in Anlehnung an die in Südostasien beliebte Gesangs- und Tanzkultur eine „Healthy Air Challenge“.

Mit eingängiger Musik, coolen Lichteffekten als Sticker-Interaktion und der Unterstützung lokaler KOLs wurden die Nutzer zur spontanen Erstellung eigener Inhalte animiert. Diese Aktion etablierte für Haier das Image einer „gesunden, intelligenten Familie“ und schuf die Grundlage für die Bekanntheit seiner hochwertigen UV-Produktlinie.

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3. Verkaufen können: Der „letzte Schritt“ von Reichweite zu Umsatz

Egal wie brillant die Begeisterung oder wie lebhaft die Interaktion ist, am Ende muss alles zum geschäftlichen Kern zurückkehren – dem Verkauf.

Hier zeigt sich der einzigartige Vorteil von TikTok. Dieses geschlossene Erlebnis von „Begeisterung gleich Kauf“ ist die grundlegende Logik, die der Plattform zu anhaltendem Erfolg im E-Commerce verhilft.

Die Ramadan-Kampagne der indonesischen Beauty-Marke Y.O.U demonstriert die Kraft der Full-Funnel-Konvertierung. Sie zielte auf die spirituellen Bedürfnisse lokaler Frauen ab und startete eine emotionale Marketingkampagne unter dem Motto „Would You Love You“.

An der Spitze des Trichters sorgten TVC + TikTok-Splash-Anzeigen für Aufmerksamkeit, während am Ende Challenges und Sticker-Interaktionen den Traffic auffingen. Viele Nutzer beteiligten sich anschließend an der Erstellung von Inhalten zum Thema, was die Markenexposition auf 17,9 Milliarden steigerte und den Verkaufserfolg begünstigte.

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In den noch nicht vollständig entwickelten Live-Shopping-Märkten Südostasiens experimentierte Y.O.U auch mit der Einrichtung von Live-Studios, beispielsweise in Thailand.

Moderatoren demonstrierten live die Anwendung der Produkte, beantworteten sofort die Fragen der Verbraucher und zerstreuten deren Bedenken hinsichtlich der Produktwirksamkeit.

Dieses „Sehen ist Glauben“-Erlebnis führte zu einem explosionsartigen Umsatzwachstum, insbesondere bei der Konvertierung von zunächst zögerlichen potenziellen Kunden.

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Fazit: Das dreiteilige Wachstumsschwungrad

Diese drei „Geheimnisse“ sind keine isolierten Taktiken, sondern ein organisch ineinandergreifendes Ganzes: Kreative Begeisterung schafft Aufmerksamkeit, tiefgehende Interaktion baut Vertrauen auf, und bequeme Transaktionen realisieren den geschäftlichen Wert.

Wenn Nutzer nach dem Kauf Unboxing-Videos auf der Plattform teilen, beginnt ein neuer Kreislauf der Begeisterung – genau das ist das einzigartige „Endlosschleifen“-Konsum-Ökosystem von TikTok.

Darauf aufbauend benötigen chinesische Marken, die international expandieren, nicht nur eine Traffic-Denkweise, sondern eine vollständige Philosophie des Community-Managements. Vom Begeistern bis zum Verkaufen muss jeder Schritt präzise die Interessenpunkte der Nutzer treffen.

Und wenn die Nutzer wirklich zu „Mitstreitern“ werden, ist Markenwachstum kein harter Kampf mehr, sondern eine „schöne Reise“ auf Gegenseitigkeit.