Vor einiger Zeit wurde aufTuke ein solches Video viral.
Im Video sieht man einen jungen Mann, der langsam einen Hügel hinaufgeht und dabei Rollschuhe trägt. Er holt nicht nur die Leute vor ihm ein, sondern ist sogar schneller als diejenigen, die joggen!
Dieses Video erreichte nach der Veröffentlichung über23,5 Millionen Aufrufe, und der Protagonist des Videos ist das Produkt der amerikanischen Startup-FirmaShift Robotics, nämlich dieintelligenten Power-Schuhe„Moonwalkers“.
Bis jetzt haben die mit#Moonwalkers verbundenen Kurzvideos auf Tuke insgesamt fast eine Milliarde Aufrufe erreicht. Das Produkt, das stolze 1.399 US-Dollar kostet, wurde seit dem offiziellen Marktstart 2023 bereits in 22 Länder weltweit verkauft.

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Neudefinition von„Gehen“
Diese Schuhe, die einen Internet-Hype ausgelöst haben, sind weit mehr als gewöhnliche Rollschuhe.
Offiziell werden sie als„die weltweit ersten intelligenten Power-Schuhe“ bezeichnet. Sie dienen nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern steigern durch ein selbst entwickeltesAI-Elektromodul die Effizienz beim Gehen.
Diese Erfahrung, die weder aufdringlich noch futuristisch wirkt, ist einer der wichtigsten Gründe, warum sie auf Tuke und anderen internationalen sozialen Medien weiterhin beliebt sind.
Zurück zur Marke selbst: Die Gründungsgeschichte von Shift Robotics ist stark von Ingenieurskunst geprägt.
Öffentlichen Informationen zufolge ist der Gründer Xunjie Zhang ein Ingenieur mit Robotik-HintergrundXunjie Zhang,der sich intensiv mit Fußrobotern und der Mensch-Maschine-Kollaboration beim Gehen beschäftigt hat.
Im Laufe seiner Forschung erkannte er ein praktisches Problem: Anstatt nur teure und komplexe Bein-Roboter zu entwickeln, sollte man diese Bewegungstechnologien„in“ Produkte integrieren, die normale Menschen täglich an den Füßen tragen können.
Mit dieser Idee versammelte er ein Ingenieursteam von renommierten Universitäten wie Carnegie Mellon und Michigan sowie von Unternehmen wie Nike, DJI und Tesla. Nach fünf Jahren Entwicklung brachte er 2022 die Moonwalkers über eine Crowdfunding-Plattform auf den Markt und erhielt rund 330.000 US-Dollar Unterstützung.

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Die Schnittstelle von Smart Wearables und effizienter Mobilität
Aus einer größeren Branchenperspektive kann die Marke Shift Roboticsdem Segment„Wearable Roboter“ und „persönliche Mikromobilität“ zugeordnet werden.
Tuke-Recherchen zeigen aktuelle Daten:Der globale Markt für Wearable-Robotik-Technologie wird voraussichtlich bis 2030 etwa11,89 Milliarden US-Dollarerreichen, mit einer jährlichen Wachstumsrate von fast 43% zwischen 2024 und 2030. Die treibende Kraft dahinter sindGehhilfen im Zuge der alternden Gesellschaft,sowiedie Nachfrage nach „Enhanced Mobility“ im Alltag.
Gleichzeitig wächst auch der Mikromobilitätsmarkt weiter: 2024 beträgt die globale Marktgröße etwa40,6 Milliarden US-Dollar,E-Scooter, E-Bikes und ähnliche Produkte sind die Haupttreiber des Wachstums.
Vor diesem Hintergrund trifft die neue Produktkategorie Moonwalkers, die zwischen „Schuh“ und „E-Fahrzeug“ liegt, genau den Schnittpunkt von urbaner Kurzstreckenmobilität,umweltfreundlichem Pendeln und trendigen Tech-Produkten und bringt von sich aus Storytelling und Diskussionspotenzial mit.

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Auf der Verbraucherseite,nach 2022 steigt das Interesse internationaler Konsumenten an Outdoor-Aktivitäten,gesundem Reisenundeffizientem Pendeln. Hinzu kommt, dass die neue Generation bereit ist, für SpaßundTechnologie zu bezahlen, was ebenfalls die Zahlungsbereitschaft für solche Crossover-Produkte erhöht.
Am Beispiel von Shift Roboticszeigt sich, dass der hohe Preis die breite Diskussion auf Tuke und anderen sozialen Medien nicht verhindert hat. Im Gegenteil, durchSeltenheit und Technologiegefühlentstand ein gewisserFrische-Bonus. Das beweist umgekehrt, dass in Nischenmärkten, solange man sich genug differenziert und gezielt die Schmerzpunkte der Zielgruppe trifft, auch „schmale und tiefe“ Märkte gutes Wachstumspotenzial haben.

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Multi-Plattform-Storytelling: Wie bringt man Konsumenten dazu, einen„Schuh der Zukunft“ zu verstehen?
Für ein Produkt, das über tausend Dollar kostet und eine neue Kategorie definiert, besteht die größte Herausforderung darin, wie man den Nutzern das Produkt verständlich macht.
Shift Roboticshat sich nicht für kurzfristige Traffic-Strategien entschieden, sondern baut ein vernetztes Multi-Plattform-Storytelling auf, das die Nutzer Schritt für Schritt von Neugier zu Verständnis und Vertrauen führt.
1. Tuke
AufTukehat die MarkeShift Roboticsnicht den traditionellen Weg der Werbung gewählt, sondern das Produkt in den Alltag integriert und mit einer naturnahen, nutzerorientierten Strategie Inhalte erstellt und verbreitet.
Zum Beispiel Inhalte wie „Bergauf gehen schneller als andere laufen“ oder „Ein Tag Pendeln mit Moonwalkers in der Stadt“, die den Kontrast und die tatsächliche Nutzungserfahrung des Produkts hervorheben, sodass die Zuschauer den Wert des Produkts in wenigen Sekunden erfassen können.
Viele dieser Videos erreichten nach der Veröffentlichung Millionen- oder sogar Zehnmillionen-Aufrufe, was nicht nur organischen Traffic brachte, sondern auch die Grundlage für spätere Werbung und Influencer-Kooperationen schuf.

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Der offizielle Marken-Account@shiftrobotics hat inzwischen 441.100 Follower, insgesamt 352 Videos veröffentlicht und eine durchschnittliche Videoaufrufzahl von 1.154.100 – aus Sicht des Account-Managements ist das zweifellos sehr erfolgreich.

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Neben dem Aufbau eigener AccountssetztShift Roboticsauch aktiv auf Influencer-Marketing, um Traffic zu generieren und die Markenwahrnehmung zu vertiefen.
Im Gegensatz zur reinen Alltagsdarstellung legt die Marke bei Influencer-Videos mehr Wert auf die Erklärung der Funktionen der Moonwalkers, denn ein so hochpreisiges Produkt braucht eine vernünftige und detaillierte Erklärung, um glaubwürdig zu sein.
Forrest Jones ist ein gutes Beispiel: Als professioneller Auto-Influencer mit über acht Millionen Followern auf Tuke ist seine Zielgruppe sehr spezialisiert und hat ein gewisses Fachwissen.
In seinem Video erklärt er von der Nutzung der Moonwalkers bis zu den kinetischen Daten alles sehr ausführlich. Das Video erreichte schließlich über 8,2 Millionen Aufrufe und brachte dem Produkt viele potenzielle Nutzer.

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2. Instagram
Auf Instagram setzt Shift Roboticsmehr auf„Markenimage + Community-Management“, indem siekontinuierlichProdukt-Highlights und Nutzer-UGC-Inhalte veröffentlichen, um die Markenidentität zu pflegen.
Außerdem nutzen sie diese Plattformen für Werbung und Remarketing, segmentieren die Zielgruppen nach Region, Interessen und Verhalten und leiten die auf Tuke gewonnenen Nutzer auf die Website oder den eigenen Shop zur Conversion.
Der offizielle Account vonShift Roboticshat inzwischen fast 300.000 Follower. In einem hochspezialisierten Hardware-Segment ist diese Größe sehr beeindruckend.

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3.Eigene Website
Am Ende der Online-Traffic-Strategie spielt die eigene Website vonShift Robotics die Schlüsselrolle für die Conversion.
Wenn Nutzer auf Social Media auf das Produkt aufmerksam werden, können sie über die Links der Accounts direkt auf die Website gelangen. Die Website ist das Conversion-Zentrum und bietet alle wichtigen Funktionen wie Produktdetails, Bestellung, Bezahlung und Kundenservice, sodass die Marke die Nutzerdaten und die Gewinnspanne vollständig kontrollieren kann.
Diese Strategie, mit der Tuke-Traffic in eigene Website-Traffic umgewandelt wird, ist die Kernstrategie für DTC-Marken, um langfristige Assets aufzubauen.

Bildquelle:Shift Robotics
Fazit
Am Beispiel der Marke Shift Roboticszeigt sich, dass internationale Märkte sehr offen für Produkte mit Technologie, Storytelling und Content-Potenzial sind.
Heutzutage sind Content-Plattformen wieTuke, Instagram zu wichtigen Einstiegspunkten für globale Konsumenten geworden, um neue Marken zu entdecken, während eigene Websites es den Marken ermöglichen, Nutzerdaten und Preishoheit zu kontrollieren.Die Kombination beider ist ein geeigneter Weg fürchinesischeUnternehmen, um international zu expandieren.
Der internationale Markt ist kein Schlachtfeld nur für Großkonzerne, sondern wartet auf mehr Unternehmen mit Ideen, Technologie und Geduld. Für chinesische Marken, die über Internationalisierung nachdenken, ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt, den ersten Schritt zu machen.
