Mit dem bevorstehenden Prime Day hat Amazon seine Plattformregeln erneut angepasst, wobei die Aktualisierung der Richtlinien für interne Nachrichten besonders auffällt. Diese neuen Vorschriften ändern nicht nur die bisherigen Arbeitsgewohnheiten der Verkäufer, sondern schränken auch den Nutzungsumfang interner Nachrichten weiter ein. Diese Veränderung stellt zweifellos eine Herausforderung für Verkäufer dar, die auf interne Nachrichten für die Kundenkommunikation und das Marketing angewiesen sind, und unterstreicht gleichzeitig Amazons Entschlossenheit, das Verhalten der Verkäufer zu regulieren und das Einkaufserlebnis zu verbessern.

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Wesentliche Änderungen der neuen Vorschriften: Deutliche Einschränkung der Verkäuferrechte
Bisher fügten viele Verkäufer in der Betreffzeile interner Nachrichten manuell die Markierung „Wichtig“ hinzu, um die Nachrichtenfiltereinstellungen der Käufer zu umgehen und die Zustellung der Informationen sicherzustellen. Nach der Umsetzung der neuen Vorschriften ist diese Vorgehensweise jedoch vollständig verboten. Amazon hat den Verkäufern die Berechtigung zur manuellen Markierung entzogen und überlässt die Entscheidung nun automatisch dem System.
Künftig werden nur noch interne Nachrichten, die wichtige Bestellinformationen betreffen (wie Lieferabweichungen, Adresskorrekturen usw.), vom System als „Wichtig“ markiert und dem Käufer zwangsweise zugestellt. Von Verkäufern aktiv gesendete Marketinginformationen, Bewertungsanfragen oder Kommunikation zum Kundendienst, die vom System nicht als notwendig erachtet werden, könnten hingegen vom Käufer blockiert werden.
Diese Anpassung bedeutet, dass Verkäufer nicht mehr durch manuelle Eingriffe Präsenz zeigen können, sondern vollständig auf die automatisierte Entscheidung der Plattform angewiesen sind.

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Erweiterung der Verbotszone für interne Nachrichten, erhöhtes Risiko von Verstößen
Neben der Anpassung der Markierungsrechte hat Amazon auch die verbotenen Inhalte für interne Nachrichten weiter präzisiert.
Verkäufer dürfen Käufer in keiner Form dazu verleiten, Bewertungen zu hinterlassen, einschließlich des Anbietens von Barzahlungen, Geschenkkarten, kostenlosen Produkten oder anderen Vorteilen im Austausch für positive Bewertungen oder der Aufforderung, negative Bewertungen zu löschen.
Darüber hinaus hat Amazon eine Reihe von sensiblen Wörtern aufgelistet, wie „review“, „feedback“, „gift“ usw. Sobald diese Begriffe in internen Nachrichten vorkommen, wird der Überprüfungsmechanismus der Plattform ausgelöst, was zu Kontobeschränkungen oder sogar zur Kontosperrung führen kann.

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Wie sollten Verkäufer reagieren?
Angesichts der neuen Vorschriften müssen Verkäufer ihre Strategien anpassen und im Rahmen der Compliance nach Alternativen suchen.
Die von Amazon bereitgestellten offiziellen Vorlagen enthalten bereits Funktionen wie Bestell-ID, automatische Übersetzung und können den Inhalt automatisch als „Wichtig“ markieren, wodurch das Risiko manueller Eingriffe verringert wird. Verkäufer sollten sicherstellen, dass Bestellinformationen (wie Sendungsnummern, Lieferabweichungsbenachrichtigungen) klar und genau sind, um den Beratungsbedarf der Käufer zu reduzieren, und gleichzeitig Kundenanfragen über Self-Service-Kanäle wie die Markenseite und FAQ-Seiten umleiten.
Im Marketingbereich können sie auf offizielle Werbetools von Amazon wie Werbung innerhalb der Plattform, Coupons, Rabatte für Prime-Mitglieder usw. zurückgreifen oder über externe Kanäle wie soziale Medien und EDM (E-Mail-Marketing) Traffic auf den Amazon-Shop lenken.

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Positive Auswirkungen auf die Plattformentwicklung
Diese Anpassung von Amazon zielt darauf ab, den Missbrauch interner Nachrichten einzudämmen und die Belästigung der Käufer durch Spam-Nachrichten zu reduzieren, um so das Einkaufserlebnis zu verbessern.
Langfristig trägt diese Richtlinie dazu bei, die Authentizität der Bewertungen zu wahren, das Auftreten von Fake-Bestellungen und das Anlocken positiver Bewertungen zu reduzieren und so die Fairness des Bewertungssystems sicherzustellen. Gleichzeitig kann das Vertrauen in die Plattform gestärkt werden, indem übermäßiges Marketing der Verkäufer reduziert wird, sodass sich die Käufer mehr auf das Produkt selbst konzentrieren können.

Quelle: Amazon
Fazit: Compliance ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg
Die Einführung der neuen Vorschriften für interne Nachrichten bei Amazon markiert eine strengere Phase der Überwachung des Verkäuferverhaltens auf der Plattform. Kurzfristig könnten einige Verkäufer mit Herausforderungen konfrontiert sein, aber langfristig wird diese Veränderung die Branche in eine reguliertere und gesündere Richtung lenken.
Für Verkäufer ist es entscheidend, ihre Strategien rechtzeitig anzupassen, die Regeln strikt einzuhalten und gleichzeitig neue Wege der Kundenkommunikation und des Marketings zu erkunden, um in einem wettbewerbsintensiven Markt stabil voranzukommen.



