In letzter Zeit ist JD Logistics in Südkorea sehr aktiv.

In Seoul wurde eine Niederlassung gegründet, und auf einen Schlag eine große Anzahl von Fachkräften eingestellt – von Logistikbetrieb und Systemaufbau bis hin zu Marketing.

Zudem wurden in Südkorea zwei eigene Logistikzentren errichtet, eines in Icheon und eines in Incheon.

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Diese beiden Lager können Waren für Drittunternehmen abwickeln und bieten Komplettlösungen für die Lieferkette an, wodurch JD in Südkorea direkt Lieferdienste am nächsten Tag oder sogar am selben Tag ermöglicht.

Wenn die Lieferadresse in Seoul oder Umgebung liegt, können die Waren innerhalb von 12 Stunden nach der Bestellung eintreffen. Das ist etwas, das selbst der südkoreanische E-Commerce-Riese Coupang nicht unbedingt leisten kann.

Derzeit arbeitet das JD-Lager in Icheon mit dem bekannten südkoreanischen Tierbedarfs-E-Commerce-Unternehmen Pet Friends zusammen, und das Lager in Incheon kooperiert mit einigen lokalen Kosmetikmarken und US-amerikanischen Konsumgütermarken. Täglich werden über 60 % der lokalen Bestellungen noch am selben Tag an die Verbraucher ausgeliefert.

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Aus dem oben Genannten wird deutlich, dass der Eintritt von JD Logistics in den südkoreanischen Markt große Vorteile bringt. Die Liefergeschwindigkeit wurde verbessert, die Zeit vom Kauf bis zum Erhalt der Ware für die Verbraucher erheblich verkürzt und die sonst anfallenden Kosten für grenzüberschreitende Logistik entsprechend gesenkt – eine gute Nachricht für grenzüberschreitende Verkäufer, die auf effiziente Lieferketten angewiesen sind.

Obwohl sich JD derzeit in Südkorea hauptsächlich auf die Logistik konzentriert, wird allgemein angenommen, dass dies der erste Schritt zur Erschließung des südkoreanischen E-Commerce-Marktes ist und weitere Schritte folgen werden. Schließlich ist der globale Umsatz von JD mehr als fünfmal so hoch wie der des südkoreanischen E-Commerce-Unternehmens Coupang, und auch der Betriebsgewinn liegt weit über dem der Konkurrenz, was JD das Selbstvertrauen gibt, es zu versuchen.

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Doch wenn JD eine größere Expansion anstrebt, müssen viele Aspekte umfassend bedacht werden.

In den letzten Jahren verzeichneten Temu und AliExpress in Südkorea ein rasantes Umsatzwachstum. Im vergangenen Jahr überstieg der kombinierte Umsatz der beiden Plattformen in Südkorea bereits 4 Billionen Won, und die monatlich aktiven Nutzer zusammen beliefen sich auf fast 20 Millionen.

In einem solchen Wettbewerbsumfeld reicht es für JD nicht aus, sich nur auf die Verbesserung der Liefergeschwindigkeit zu verlassen, um in Südkorea „stabiler“ zu werden. Es müssen echte Fähigkeiten unter Beweis gestellt werden. Der Logistikvorteil ist zwar ein Pluspunkt, aber um wirklich in den südkoreanischen Markt einzudringen, muss JD in den Bereichen Plattformbetrieb, Nutzergewohnheiten und Lokalisierung gründlich investieren.

Südkoreanische Verbraucher haben extrem hohe Anforderungen an den Service. Ein Preiskampf ist eine gute Strategie, aber wie man ein noch besseres Erlebnis bietet, ist das, worauf JD den Fokus legen sollte.

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Für grenzüberschreitende Verkäufer, die die Chance der JD-Expansion in Südkorea nutzen und ihr Geschäftsmodell anpassen können, um diese grenzüberschreitende Gelegenheit zu ergreifen, wäre dies ein großer Vorteil, und kurzfristig wären erste Erfolge sichtbar.

Gleichzeitig ist jedoch zu beachten, dass sich der südkoreanische Markt im Vergleich zum chinesischen Markt in vielerlei Hinsicht unterscheidet. Die Bevölkerung ist kleiner, und die gekauften Waren werden nicht in großen Mengen umgeschlagen, sondern folgen eher einem „Premium“-Ansatz, bei dem Marke und Qualität stärker im Vordergrund stehen.

Daher müssen einige Verkäufer, die in diesem Bereich Fuß fassen wollen, im Voraus eine Marktforschung durchführen, um zu sehen, ob diese Produktkategorie auf dem Markt gut verkäuflich ist und wie groß die Nachfrage ist.

Nur durch die gezielte Auswahl lokal beliebter Kategorien und die Festlegung angemessener Preise kann dieser Weg immer erfolgreicher werden.