Ein neuer Bericht von Morgan Stanley, einem internationalen Finanzdienstleistungsriesen, hat dem heißen Quick-Commerce-Markt in Indien weiter eingeheizt. Der Bericht hebt die Prognosen für diesen Markt deutlich an und sagt voraus, dass der indische Quick-Commerce-Markt bis 2030 auf erstaunliche 57 Milliarden US-Dollar (etwa 409,3 Milliarden Yuan) anwachsen wird, weit mehr als die zuvor prognostizierten 42 Milliarden US-Dollar.
Gleichzeitig hat Morgan Stanley die Prognosen für den Gesamtbestellwert (GOV) im indischen Quick-Commerce-Sektor für die Geschäftsjahre 2026–2028 insgesamt um 9–10 % nach oben korrigiert, was die unerwartet starke Wachstumsdynamik unterstreicht.

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Die treibende Kraft hinter diesem explosionsartigen Wachstum ist direkt das extreme Verlangen der indischen Verbraucher nach „Geschwindigkeit“. Mit dem Bevölkerungswachstum und der fortschreitenden Urbanisierung in Indien steigen die Zeitkosten aufgrund von Verkehrsstaus, was dazu führt, dass die Stadtbevölkerung, die Effizienz und Bequemlichkeit sucht, zunehmend auf die schnelle Online-Beschaffung von Alltagsgütern angewiesen ist.
Umfragedaten des Marktforschungsinstituts LocalCircles bestätigen diesen Trend deutlich: Von über 70.000 Online-Käufern von Lebensmitteln betrachten ganze 73 % das Preis-Leistungs-Verhältnis und die „Liefergeschwindigkeit“ als entscheidende Faktoren, die nur von der Produktqualität (86 %) übertroffen werden. „Online bestellen, sofort erhalten“ ist zu einem dringenden Bedürfnis geworden.

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Trotz des rasanten Wachstums ist das Potenzial des indischen Quick-Commerce-Marktes bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Der Bericht zeigt, dass die Durchdringungsrate dieser Branche derzeit nur etwa 7 % des gesamten potenziellen Marktes beträgt.
Das bedeutet, dass dieser noch wenig erschlossene Blaue Ozean einer riesigen Goldmine mit unzähligen Chancen gleicht, die die wachsamen E-Commerce-Giganten anzieht, die sich hineindrängen und ihre Präsenz beschleunigen. Ein intensiver Wettbewerb um „Lieferungen in Minuten“ hat bereits begonnen.

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Der indische E-Commerce-Marktführer Flipkart ist einer der Vorreiter in diesem Geschwindigkeitswettbewerb. Im September letzten Jahres führte er als Erster den Express-Lieferservice „Flipkart Minutes“ in Teilen von Gurgaon und der National Capital Region (NCR) von Delhi ein, der eine Lieferung innerhalb von 10–16 Minuten verspricht. Der Expansionsplan wurde sofort gestartet; der Chief Corporate Affairs Officer Rajneesh Kumar kündigte Ende des Jahres an, den Service auf weitere Großstädte und Städte der zweiten Reihe auszuweiten.

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Der globale E-Commerce-Riese Amazon bleibt ebenfalls nicht zurück und wirkt sogar etwas dringlich. Angesichts der Führungsposition der Konkurrenten brachte Amazon seinen Quick-Commerce-Service, der ursprünglich für das erste Quartal dieses Jahres geplant war, vor. Ende letzten Jahres wurde der Service „Amazon Now“ in Teilen von Bangalore getestet, wobei die meisten Bestellungen erfolgreich innerhalb von 10 Minuten geliefert wurden. Im Februar dieses Jahres wurde der Service offiziell in ganz Indien eingeführt, was Amazons offiziellen Einstieg in diesen Wettlauf um jede Sekunde markiert.
Neueinsteiger stehen jedoch vor einem Markt, der bereits von zwei Giganten grob unterteilt wurde. Derzeit dominieren Blinkit und Swiggy den indischen Quick-Commerce-Markt und halten zusammen einen Marktanteil von über 60 %. Giganten wie Flipkart und Amazon, die aufholen wollen, müssen sich zwangsläufig auf einen harten Kampf um Benutzererfahrung, Liefernetzwerke und Marktanteile einlassen.

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Der Wettbewerb auf dem indischen Quick-Commerce-Markt ist im Kern ein Blitzkrieg um das Bedürfnis der Verbraucher nach „sofortiger Befriedigung“. Angetrieben von der beeindruckenden Markterwartung von 57 Milliarden US-Dollar bauen alte und neue Giganten mit erstaunlicher Geschwindigkeit Netzwerke aus, optimieren Algorithmen und steigern die Erfüllungseffizienz. Von der blitzartigen Expansion von Flipkart Minutes bis zum hastigen Einstieg von Amazon Now – all dies zeigt die Intensität dieses Kampfes.
Obwohl Blinkit und Swiggy derzeit in Führung liegen, angesichts des Einstiegs von Schwergewichten wie Flipkart und Amazon mit riesigen Ressourcen und des weiten Raums, den eine Durchdringungsrate von nur 7 % verspricht – wer wird letztlich am tiefsten in dieser brodelnden Goldmine graben und als Sieger hervorgehen? Die Antwort ist noch lange nicht klar, aber dieser Wettkampf zwischen Geschwindigkeit und Kapital wird zweifellos den Alltag von Hunderten Millionen indischer Verbraucher tiefgreifend verändern.



