In den letzten Jahren hat Vietnam mit seinem schnell wachsenden E-Commerce-Markt und relativ lockeren Importbestimmungen zahlreiche grenzüberschreitende E-Commerce-Unternehmen angezogen. Mit den Plänen der vietnamesischen Regierung, die Steuerbefreiung für kleine Pakete zu verschärfen, stehen grenzüberschreitende Verkäufer jedoch vor neuen Herausforderungen.

Gleichzeitig fördert Vietnam massiv private Unternehmen im Inland und versucht, ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz der heimischen Wirtschaft und der Anziehung ausländischer Investitionen zu finden. Diese Reihe von politischen Änderungen wird erhebliche Auswirkungen auf die grenzüberschreitende E-Commerce-Branche haben.

Quelle: theinvestor

Politikanpassung: Vietnams „Vorgehen“ gegen grenzüberschreitende Kleinstpakete

Die Vietnamesische Industrie- und Handelskammer (VCCI) hat dem Finanzministerium kürzlich vorgeschlagen, die Steuerbefreiung für importierte Waren mit einem Wert unter 1 Million Vietnamesische Dong (etwa 436 RMB) abzuschaffen. Diese Maßnahme zielt hauptsächlich auf den grenzüberschreitenden E-Commerce ab, insbesondere auf Kleinstpakete aus China.

Seit langem haben günstige grenzüberschreitende Waren durch ihre Steuervorteile einen gewissen Marktanteil in Vietnam erobert, während heimische Unternehmen aufgrund höherer Steuer- und Compliance-Kosten kaum konkurrieren können. Die VCCI ist der Ansicht, dass die Abschaffung der Steuerbefreiung zu einem faireren Marktumfeld beiträgt.

Darüber hinaus verschärft die vietnamesische Regierung auch die Herkunftslandverwaltung, um zu verhindern, dass chinesische Waren über Vietnam in die USA umgeleitet werden, um Zölle zu umgehen. Gemäß der Einigung der Wirtschafts- und Handelsgespräche zwischen Vietnam und den USA plant Vietnam, im dritten Quartal 2025 ein Pilotprojekt zur „Überwachung der Umlenkung chinesischer Waren“ zu starten, um den grenzüberschreitenden Handel weiter zu regulieren. Diese Maßnahmen zeigen, dass Vietnam die Kontrolle über grenzüberschreitende Waren schrittweise verschärft, um Steuerausfälle zu reduzieren und die heimische Industrie zu schützen.

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Auswirkungen auf grenzüberschreitende Verkäufer

Viele Verkäufer sind auf das Modell günstiger Kleinstpakete angewiesen, um in den vietnamesischen Markt einzusteigen. Sobald die Steuervergünstigungen wegfallen, werden die Warenpreise steigen, was die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen könnte. Besonders für kleine und mittlere Verkäufer, deren Gewinnmargen ohnehin begrenzt sind, könnte die Steuererhöhung sie zwingen, ihre Preisstrategie anzupassen oder sogar den vietnamesischen Markt zu verlassen.

Darüber hinaus könnten Waren, die versuchen, über Vietnam in die USA umgeleitet zu werden, nach der Verschärfung der Herkunftslandverwaltung strengeren Kontrollen unterliegen oder sogar abgefangen werden. Für Verkäufer, die auf das vietnamesische Transitmodell angewiesen sind, erhöht dies zweifellos die Betriebsrisiken und Compliance-Kosten.

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Strategien für Verkäufer

1. Compliance-betriebene Geschäftsführung

In Zukunft werden die Anforderungen an die Compliance auf dem vietnamesischen Markt immer höher. Verkäufer sollten sich frühzeitig über die Steuerpolitik und Importbestimmungen Vietnams informieren, um sicherzustellen, dass die Zollabfertigung und Steuerzahlung legal und konform sind, um Beschlagnahmungen oder Strafen aufgrund von politischen Änderungen zu vermeiden.

2. Anpassung der Produktpositionierung

Das Modell der günstigen Kleinstpakete könnte nicht mehr tragfähig sein. Verkäufer können in Betracht ziehen, den Mehrwert ihrer Produkte zu erhöhen und sich auf den mittleren bis oberen Markt zu konzentrieren, um den Kostendruck durch die Steuererhöhung auszugleichen. Beispielsweise durch Verbesserung der Produktqualität, Bereitstellung besserer Kundendienstleistungen oder Aufbau einer Markenstrategie, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

3. Erkundung lokaler Partnerschaften

Die vietnamesische Regierung fördert massiv private Unternehmen im Inland. Grenzüberschreitende Verkäufer können eine Zusammenarbeit mit lokalen vietnamesischen Unternehmen in Betracht ziehen, z. B. durch die Einrichtung lokaler Lager, die Gründung eines vietnamesischen Unternehmens oder die Zusammenarbeit mit lokalen Händlern, um Steuer- und Logistikkosten zu senken.

4. Beobachtung der politischen Entwicklungen

Die Politik Vietnams befindet sich noch in der Anpassung. Verkäufer sollten die weiteren Details genau verfolgen, insbesondere die Steuerfreigrenzen und Zollabfertigungsverfahren, um ihre Geschäftsstrategien rechtzeitig anpassen zu können.

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Fazit

Die Anpassung der Steuerpolitik in Vietnam ist sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance.

Für grenzüberschreitende Verkäufer könnte kurzfristig ein Kostendruck entstehen, aber langfristig wird diese Veränderung den Markt in eine reguliertere und gesündere Richtung treiben. Verkäufer müssen ihre Strategien rechtzeitig anpassen und ihre Compliance- und Lokalisierungsbemühungen verstärken, um in diesem Wandel die Nase vorn zu haben.