Der russische E-Commerce-Riese Wildberries, der nach der Fusion mit Russ zur neuen Firma RWB wurde, beschleunigt seine internationale Expansion. Auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg gab der CEO der russischen Zentralbank, Robert Mirzoyan, bekannt, dass RWB plant, in den afrikanischen Markt einzutreten, nachdem es bereits erfolgreich in neue Märkte wie Georgien, Tadschikistan und die VAE eingestiegen ist.
Mirzoyan betonte, dass die oberste Priorität des Unternehmens derzeit die Festigung der bestehenden Marktposition sei, während gleichzeitig aktiv Entwicklungsländer erschlossen werden, wobei Afrika das nächste Schwerpunktziel werde. Diese Strategie zeigt das starke Interesse von Wildberries an Märkten der südlichen Hemisphäre.
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Neue Front in Afrika, ein weiterer Schritt in der globalen Expansion
Wildberries verfolgt bei seiner Globalisierungsstrategie einen schrittweisen Ansatz. Derzeit hat sich die Geschäftsabdeckung auf neun Länder ausgeweitet, darunter traditionelle Märkte wie Russland, Armenien und Weißrussland sowie die neu erschlossenen Märkte China und die VAE.
In diesen aufstrebenden Märkten verfolgt Wildberries eine vorsichtige Strategie: In China und den VAE betreibt es nur Importgeschäfte, rekrutiert chinesische Verkäufer und führt Lieferanten für Unterhaltungselektronik aus den VAE ein.
Dieses Expansionsmuster entspricht der strategischen Denkweise der Gründerin Tatyana Kim. Sie hatte erklärt, dass das Unternehmen zwar Interesse an vielen aufstrebenden Märkten habe, aber aufgrund realer Einschränkungen wie schlechter Verkehrsanbindung die Expansion zunächst auf Nachbarländer und relativ reife Märkte konzentriere.
Der afrikanische Markt hat bereits früher Wettbewerber. Alibaba startete 2024 in Marokko seine erste E-Commerce-Plattform in Afrika, um lokale Produktions- und Exportunternehmen bei der Erschließung internationaler Märkte zu unterstützen. Der Einstieg von Wildberries wird die ökologische Landschaft des afrikanischen E-Commerce verändern.
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Umsatzexplosion, Aufstieg des russischen E-Commerce-Königs
Wildberries‘ internationale Ambitionen basieren auf einer starken Leistung. Der neueste Geschäftsbericht zeigt, dass der Umsatz von Wildberries im Jahr 2024 die Marke von 4,1 Billionen Rubel durchbrochen hat, ein Anstieg von 60 % gegenüber 2,5 Billionen Rubel im Jahr 2023.
Dieses Wachstum brachte es vor die X5 Group und machte es zum umsatzstärksten Einzelhändler in Russland. Noch bemerkenswerter ist, dass der Nettogewinn im Jahresvergleich um das 3,5-Fache auf 104 Milliarden Rubel stieg, und die Einnahmen der Plattformverkäufer stiegen ebenfalls um 44 % auf 2,9 Billionen Rubel.
Hinter dem Umsatzeinbruch stehen massive strategische Investitionen. Im Jahr 2024 investierte das Unternehmen insgesamt über 150 Milliarden Rubel (etwa 11,7 Milliarden Yuan), schwerpunktmäßig in Logistik, IT-Infrastruktur und den Ausbau von Werberessourcen.
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Diese Mittel flossen hauptsächlich in drei Schlüsselbereiche: Ausbau und Modernisierung des Logistiknetzes, Stärkung der IT-Infrastruktur und Ausbau der Werberessourcen. RWB plant, die Investitionen im Jahr 2025 zu verdoppeln, um die umfassende Wettbewerbsfähigkeit der Plattform weiter zu stärken.
Die vollständige Öffnung der Plattform für chinesische Verkäufer wurde zu einem wichtigen Wachstumsfaktor. Ende 2024 schloss Wildberries die Tests für die Aufnahme chinesischer Verkäufer ab, und nun können chinesische Verkäufer selbstständig auf der Plattform registrieren und beitreten.
Wildberries bietet chinesischen Händlern zwei Modelle: Direktversand aus dem Ausland und Versand aus dem Lager. Der Zahlungseingangszyklus wurde auf nur 7 Tage verkürzt, und es wird eine automatische Abrechnung in Renminbi unterstützt.
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Technologiegetrieben, florierende neue Geschäfte
Wildberries‘ Wachstumsmotor wird durch die Zusammenarbeit mehrerer Geschäftsbereiche angetrieben. Das Entwicklungsmodell des Unternehmens basiert auf drei Säulen: geografische Expansion, Servicevielfalt und technologische Innovation.
Im Bereich der technologischen Innovation gibt es häufig Aktivitäten. Wildberries hat in seiner mobilen App einen neuen personalisierten Bereich eingeführt, der auf KI-Technologie basiert und den Nutzern präzise Produktempfehlungen und Angebotsinformationen bietet.
Diese Funktion bietet Verbrauchern Empfehlungen für besonders günstige Angebote und aktuelle Rabatte und erstellt thematische Regale entsprechend unterschiedlicher Bedürfnisse.
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Fintech wird zu einer neuen Säule des Geschäftsökosystems. Das Unternehmen hat eigenständig entwickelt und in Zusammenarbeit mit Partnerbanken mehrere innovative Finanzdienstleistungen eingeführt, darunter Online-Kredite, Verbraucherversicherungen, WB Wallet, CLUB-Mitgliedschaftsabonnements und BNPL-Dienste (Buy Now, Pay Later).
Auch das digitale Werbegeschäft hat deutliche Fortschritte erzielt. Das Unternehmen beschleunigt den Ausbau digitaler Außenwerberessourcen und führt Hightech-Einkaufsmethoden wie programmatische Werbung und Algorithmusmodelle sowie neuartige Werbemonitoring- und Analysetools ein.
Die Wettbewerbsfähigkeit von Wildberries spiegelt sich auch im Logistiksystem wider. Es hat ein einzigartiges Liefermodell mit Zentrallagern, Stadtlagern und Abholstellen entwickelt und unterhält mehrere Zentrallager in Kernstädten wie Moskau und St. Petersburg.
Das effiziente Logistiknetzwerk hat das Ziel einer täglichen Verarbeitungskapazität von 5 Millionen Bestellungen erreicht, sodass 90 % der Bestellungen innerhalb eines Umkreises von 10 Kilometern zugestellt werden können.
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Wildberries‘ Expansionstempo liegt im Takt des Booms des russischen E-Commerce-Marktes. Laut einer Umfrage der Forschungsfirma Weddankir kennen 93,4 % der russischen Verbraucher die Plattform, die Nutzungsrate liegt bei hohen 84,5 %, womit sie unangefochten an der Spitze des Marktes steht.
Mit dem Start der Afrikastrategie wird sich der russische E-Commerce-Riese direkt Konkurrenten wie Alibaba stellen, die bereits in Afrika präsent sind. Seine Trümpfe sind: ein jährliches Transaktionsvolumen von 4 Billionen Rubel, verdoppelte Infrastrukturinvestitionen und das Kernstück eines internationalen Abwicklungssystems, das SWIFT umgeht.
Das Nordlicht der globalen E-Commerce-Landkarte breitet sich leise in Richtung Äquator aus.



