Ab dem 23. Juli wird die Gebührenberechnung für den TikTok Shop Philippines Cross-border Store einer wichtigen Anpassung unterzogen.
Die Gebührensätze selbst haben sich nicht geändert, sie betragen weiterhin 2,24 % (inkl. MwSt.), aber die Berechnungsgrundlage wurde geändert: von "Nettobetrag, den der Käufer tatsächlich bezahlt und bestätigt hat" zu "rabattierter Warenpreis + vom Käufer bezahlte Versandkosten". Gleichzeitig werden Rückerstattungsbeträge nicht mehr von der Gebührenbasis abgezogen.
Zwei Veränderungen überlagern sich, was bedeutet, dass die Struktur des Gewinns, den der Verkäufer erhält, neu berechnet werden muss.

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Der Algorithmus hat sich geändert: Versandkosten gelten ebenfalls als Bearbeitungsgebühr, und bei Rückerstattungen wird die Bearbeitungsgebühr nicht zurückerstattet.
Schauen wir uns zuerst die alten Regeln an. Die frühere Gebühr wurde nur für den Betrag erhoben, den der Käufer tatsächlich bezahlt und den Wareneingang bestätigt hat. Wenn eine Rückerstattung erfolgt, wird die bereits erhobene Gebühr entsprechend zurückerstattet. Die Berechnungsgrundlage enthält nicht die vom Käufer gezahlten Versandkosten. Einfach gesagt, die Plattform bekommt nur einen Anteil vom Warenumsatz, die Versandkosten sind davon ausgenommen.
Die neuen Regelungen ändern die Logik. Die Berechnungsgrundlage wird zum "rabattierten Warenpreis + vom Käufer gezahlte Versandkosten", d. h. die Versandkosten werden ebenfalls in den Gebührenbereich einbezogen. Außerdem werden Rückerstattungen nicht mehr mit den Bearbeitungsgebühren verrechnet – selbst wenn die Bestellung letztendlich storniert oder zurückgesendet wird, erhebt die Plattform diese Gebühren weiterhin.
Zur Verdeutlichung: Angenommen, ein Artikel kostet nach Rabatt 1000 Pesos, der Käufer zahlt 150 Pesos Versand, insgesamt 1150 Pesos. Nach der alten Regelung wird die Gebühr nur auf die 1000 Pesos berechnet, also 22,4 Pesos. Nach der neuen Regelung wird sie auf die 1150 Pesos berechnet, also 25,76 Pesos. Falls die Bestellung später erstattet wird, werden die 22,4 Pesos unter der alten Regelung zurückerstattet, unter der neuen Regelung werden die 25,76 Pesos einbehalten. Bei einer einzelnen Bestellung mag der Unterschied nur wenige Pesos betragen, aber bei hohem Bestellvolumen wird der Unterschied deutlich.

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Wer leidet am meisten: Verkäufer von Artikeln mit hohen Versandkosten und hohen Retourenquoten
Diese Anpassung hat sehr unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene Verkäufer. Kategorien mit einem hohen Anteil an Versandkosten sind am stärksten betroffen, wie zum Beispiel große Artikel wie Möbel, Haushaltsgeräte und Fitnessgeräte. Die vom Käufer gezahlten Versandkosten sind oft nicht gering. Bisher waren die Versandkosten nicht in die Berechnungsgrundlage einbezogen, jetzt werden sie vollständig in die Basis einbezogen. Dadurch steigen die Gebühren deutlich stärker als bei leichten und kleinen Artikeln.
Verkäufer mit hohen Rücklaufquoten stehen ebenfalls unter Druck. Früher wurden die Bearbeitungsgebühren bei Stornierungen zurückerstattet, doch jetzt werden die Gebühren unabhängig davon erhoben, ob eine Bestellung letztendlich zustande kommt oder nicht. Das bedeutet, dass jede Retoure einen „versunkenen Kostenfaktor“ verursacht. Der Wert detaillierter operativer Maßnahmen wie breite Größenspannen und mehrere Farboptionen bei Bekleidungsverkäufern zur Senkung der Retourenquote oder detaillierte Maßtabellen bei Möbelverkäufern, die Fehlkäufe und Retouren reduzieren, wird dadurch verstärkt.
Auch Verkäufer, die mit niedrigen Stückpreisen große Mengen umsetzen, müssen neu kalkulieren. Die Gewinnspanne ist ohnehin gering – ein Auftrag bringt vielleicht zehn bis zwanzig Pesos. Jetzt werden pro Bestellung ein paar Pesos zusätzlich an Gebühren abgezogen, und zusammen mit den Verlusten durch Stornierungen, bei denen die Gebühren nicht erstattet werden, könnte das den Gewinn direkt um einiges schmälern.

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Plattformzweck: Präzise Monetarisierung, Steigerung des Einzelkundenwerts
Aus Sicht der Plattform ist die Logik dieser Anpassung nicht schwer zu verstehen. Die Einbeziehung der Versandkosten in die Berechnungsgrundlage bedeutet, dass die Plattform aus jeder vollständigen Transaktion mehr Einnahmen erzielen kann, insbesondere bei Bestellungen mit hohen Versandkosten wird die Monetarisierungseffizienz deutlich steigen. Und die Regelung, dass bei Rückerstattungen keine Bearbeitungsgebühren zurückerstattet werden, senkt direkt die Transaktionskosten, die von der Plattform getragen werden.
Das Wachstum von TikTok Shop auf den Philippinen war nie langsam, aber letztendlich muss das E-Commerce-Geschäft zu einem profitablen Modell zurückkehren. Wenn die Nutzerbasis und das Transaktionsvolumen groß genug sind, wird die Feinabstimmung jeder einzelnen Gebührenregel zu einer natürlichen Wahl, um die finanzielle Leistung der Plattform zu verbessern. Diese Änderung könnte auch ein Signal für zukünftige Anpassungen an anderen Standorten sein.

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Schlusswort
Die Gebührensätze haben sich nicht geändert, aber die Änderung der Abrechnungsmethode ist subtiler als eine Erhöhung der Gebühren und hat weitreichendere Auswirkungen.
Versandkosten werden in die Basis einbezogen, Stornierungen ohne Rückerstattung – beide Änderungen treten gleichzeitig in Kraft. Für Verkäufer mit hohen Versandkostenkategorien und hohen Rücklaufquoten muss das Gewinnmodell neu durchgerechnet werden. Bis zum 23. Juli sollten Sie Ihre Finanzen klären, die Rücklaufquote senken und die Preisstrategie anpassen – wenn diese drei Dinge solide erledigt sind, müssen Sie sich auch bei neuen Regelungen keine Sorgen machen.



