Mit der weltweiten Popularität von TikTok nutzen immer mehr Marken die Plattform als wichtigen Schauplatz für interkulturelles Marketing. Allerdings stellen die kulturellen Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und Regionen Marken vor zahlreiche Herausforderungen. Ein falscher kultureller Fauxpas kann nicht nur das Markenimage schädigen, sondern auch gesellschaftliche Ablehnung hervorrufen.
Wie können Marken also auf dem globalisierten TikTok-Markt inhaltliche Fallstricke vermeiden und dabei sowohl angemessen als auch unterhaltsam sein?
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1. Respektiere lokale kulturelle Unterschiede und vermeide kulturelle Beleidigungen
TikTok-Nutzer sind weltweit verbreitet, und die Kulturen und Werte jeder Region sind unterschiedlich. Wenn Marken Inhalte planen, ohne die Kultur des Zielmarktes gründlich zu verstehen, können sie leicht in kulturelle Fallstricke geraten.
Daher sollten Marken vor der Durchführung von interkulturellem Marketing kulturelle Recherchen durchführen, um Tabus, Bräuche, religiöse Überzeugungen und andere Faktoren des Zielmarktes zu verstehen. Die Zusammenarbeit mit lokalen Kulturexperten oder Beratern stellt sicher, dass die Inhalte lokale Nutzer nicht beleidigen. Bei der Werbung sollten auch kontroverse oder sensible Bilder oder Sprache vermieden werden.
Fallbeispiel: H&Ms Missbrauch kultureller Symbole
Als H&M seine Sommerkollektion vorstellte, veröffentlichte die Marke ein Werbevideo auf TikTok, das Designs mit Elementen der traditionellen chinesischen Kultur enthielt. Obwohl die Marke beabsichtigte, moderne chinesische Elemente zu zeigen, führte die mangelnde Respektierung lokaler Traditionen (wie Drachenmuster und traditionelle Feste) bei einigen chinesischen Nutzern zu Kontroversen und Unmut.
H&M reagierte schnell, entfernte die entsprechende Werbung und passte die Strategie an, indem es mit chinesischen Kulturberatern zusammenarbeitete, um sicherzustellen, dass zukünftige TikTok-Inhalte keine sensiblen Punkte berühren.
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2. Vermeide sprachliche Fehlanwendungen und sorge für präzise Informationsvermittlung
Der Sprachgebrauch ist ein entscheidender Teil des interkulturellen Marketings. Ein Wort kann in einem Land alltäglich sein, in einem anderen jedoch eine völlig andere Bedeutung haben. Marken müssen sicherstellen, dass ihre Botschaften keine Mehrdeutigkeiten oder Missverständnisse enthalten, wenn sie die lokale Sprache verwenden.
Daher sollte man sich bei der Verwendung der lokalen Sprache nicht nur auf Übersetzungen verlassen, sondern auch den Kontext und die kulturelle Bedeutung der Sprache berücksichtigen, um Fehlinterpretationen durch wörtliche Übersetzungen zu vermeiden. Für Werbeslogans und Werbetexte sollten lokale Sprachexperten hinzugezogen werden, um Doppeldeutigkeiten, Redewendungen oder kulturelle Hintergründe zu prüfen und sicherzustellen, dass sie von verschiedenen kulturellen Gruppen richtig verstanden werden.
Fallbeispiel: Guccis Übersetzungsfehler
Gucci veröffentlichte ein Werbevideo auf TikTok, das seine neue Bekleidungskollektion bewarb. Ein Slogan im Video wurde jedoch falsch übersetzt, was in nicht-englischsprachigen Märkten zu Verwirrung und Kontroversen führte.
Nachdem das Problem erkannt wurde, entfernte Gucci die entsprechende Werbung schnell von TikTok und arbeitete mit lokalen Sprachexperten zusammen, um den Slogan anzupassen. Durch ein präzises Verständnis des kulturellen Kontexts verschiedener Märkte veröffentlichte Gucci eine Werbung, die besser zur lokalen kulturellen Sensibilität passte, und vermied weitere Missverständnisse.
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3. Beteilige dich an lokalen Trendthemen und Trends
TikTok ist eine trendgetriebene Social-Media-Plattform, bei der Nutzer in verschiedenen Regionen unterschiedliche Challenges, Tänze und Themen bevorzugen. Wenn Marken geschickt lokale beliebte Challenges und Themen mit Inhalten kombinieren, die an lokale kulturelle Besonderheiten angepasst sind, können sie besser mit den Nutzern in Resonanz treten.
Fallbeispiel: Nikes lokalisierte Herausforderungen auf dem globalen Markt
In seiner globalen Marketingstrategie auf TikTok legt Nike stets Wert auf Lokalisierung und kulturelle Anpassung. Bei einer Challenge namens #YouCantStopUs nutzte Nike Athleten, prominente Markenbotschafter und beliebte Sportkulturthemen, kombinierte sie mit lokalen TikTok-Trends und Challenges und lud Nutzer weltweit zur Teilnahme ein.
Ob Basketballfans in den USA oder Fußballfans in Brasilien – Nike schafft es, durch enge Verbindung mit lokalen Kulturen und Sportinteressen vielfältige Inhalte zu erstellen und die Markenbotschaft erfolgreich zu verbreiten.
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Fazit
Im globalisierten TikTok-Marketing müssen Marken nicht nur wissen, wie sie die Fallstricke des interkulturellen Betriebs vermeiden, sondern auch authentisch und bodenständig sein. Nur so können sich Marken auf der multikulturellen Bühne abheben und die Anerkennung globaler Nutzer gewinnen.



