Die Nachricht über den möglichen Verkauf des US-Geschäfts von TikTok hat erneut weltweite Aufmerksamkeit erregt.
Am 8. Juli Pekinger Zeit reagierte ByteDance, die Muttergesellschaft von TikTok, auf Berichte mehrerer ausländischer Medien, wonach "das US-Geschäft von TikTok zugestimmt habe, an ein von Oracle angeführtes US-Konsortium verkauft zu werden", mit einer klaren Antwort: Diese Information ist nicht zutreffend.
Das Unternehmen betonte, dass ähnliche Gerüchte bereits im April dieses Jahres aufgetaucht seien und damals bereits klargestellt worden seien.
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Diese Dementi richtet sich direkt gegen die in letzter Zeit wieder aufgeflammten "Gerüchte über eine Abspaltung von TikTok USA". Laut Berichten der New York Times erklärte der ehemalige US-Präsident Trump am 4. Juli öffentlich, dass das US-Geschäft von TikTok "im Wesentlichen bereits eine Verkaufsvereinbarung erzielt" habe und dass er persönlich am 7. oder 8. Juli mit der chinesischen Seite beraten werde. Trump fügte hinzu, dass das Geschäft, um endgültig abgeschlossen zu werden, noch die Genehmigung Chinas benötige.
Obwohl Trump die genauen Identitäten der potenziellen Käufer nicht preisgab, deutete er in einem Interview mit Fox News an, dass eine Gruppe "sehr reicher Leute" versuche, das US-Geschäft von TikTok zu kaufen. Bloomberg wies weiter darauf hin, dass diese Übernahmeinteressenten höchstwahrscheinlich ein US-Konsortium aus Unternehmen wie Oracle, Blackstone und Andreessen Horowitz seien.
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Potenzielle Transaktionsstruktur enthüllt, Kernprobleme noch ungelöst
Laut einer von ausländischen Medien veröffentlichten "Entwurfsversion" des Geschäftsplans sollen neue US-Investoren ein Joint Venture bilden, wobei das US-Konsortium einen Anteil von bis zu 50 %, die ursprünglichen Investoren etwa 30 % halten und der Anteil von ByteDance unter 20 % kontrolliert würde. Auf diese Weise wird versucht, die regulatorischen Anforderungen des US-amerikanischen "Divest-or-Ban"-Gesetzes zu erfüllen.
Allerdings bleibt es höchst ungewiss, ob diese Struktur wirklich den Sicherheitsstandards des US-Kongresses entspricht. Die New York Times wies darauf hin, dass der Streitpunkt nach wie vor auf eine Kernfrage hinausläuft: Wird der Kernalgorithmus von TikTok an die US-Seite übergeben?
Dies ist auch das sensibelste Thema, das die US-Aufsichtsbehörden am meisten beschäftigt und bei dem die chinesische Seite am wenigsten Zugeständnisse machen wird.
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Der Druck des "Divest-or-Ban"-Gesetzes bleibt bestehen, die Gnadenfrist läuft ab
Der Hintergrund der Forderung nach einem "Verkauf" des US-Geschäfts von TikTok beginnt im Jahr 2024. Damals unterzeichnete US-Präsident Joe Biden das "Gesetz zum Schutz der Amerikaner vor von ausländischen Gegnern kontrollierten Anwendungen" (allgemein als "Divest-or-Ban"-Gesetz bekannt), das ByteDance aufforderte, das US-Geschäft von TikTok innerhalb einer bestimmten Frist abzustoßen, andernfalls drohe die Entfernung aus den App-Stores.
Die ursprüngliche Frist für die Abspaltung war der 19. Januar 2025. Nach Trumps Rückkehr ins Weiße Haus verschob er die Frist am 20. Januar dieses Jahres auf den 5. April. Im Zuge der Entwicklung wurde die "Schonfrist" von TikTok zweimal verlängert, und die derzeitige endgültige Frist wurde auf den 17. September 2025 festgelegt.
Das bedeutet auch, dass TikTok nur noch wenig Zeit bleibt, um die Unsicherheiten auf dem US-Markt zu bewältigen.
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Offizielle Position Chinas klar: Derartige Transaktionen müssen gesetzeskonform genehmigt werden
Zum immer wieder auftauchenden Thema "Zwangsverkauf von TikTok" hat das chinesische Außenministerium bereits Anfang dieses Jahres reagiert: Alle grenzüberschreitenden Transaktionen, die chinesische Unternehmen betreffen, sollten gesetzeskonform gemeldet und genehmigt werden, und die Entscheidung liegt bei den Unternehmen selbst. Mit anderen Worten: Unabhängig davon, ob man verkaufen möchte oder nicht, muss dies letztendlich legal und konform im Rahmen der chinesischen Regulierung erfolgen.
Das heißt, selbst wenn TikTok verkaufen wollte, könnte eine solche Transaktion nicht ohne das Genehmigungsverfahren der chinesischen Aufsichtsbehörden durchgeführt werden.
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Geht TikTok einen anderen Weg? Neue App könnte im September in den USA starten
Während die Verkaufsgerüchte anhalten, gibt es auch Berichte, dass TikTok möglicherweise einen Plan B vorbereitet.
Laut der US-Technologiemedien-Website The Information entwickelt TikTok eine neue unabhängige App, die speziell für den US-Markt konzipiert ist, mit einem geplanten Starttermin am 5. September 2025, am Vorabend des Inkrafttretens des "Divest-or-Ban"-Gesetzes.
Das Medium beruft sich auf interne Informationen, wonach die bestehende TikTok-App in den USA im März 2026 eingestellt wird und die Nutzer dann auf die neue App migrieren müssen, um sie weiter zu nutzen. Sollte dieser Migrationsplan wahr sein, würde er über170 Millionen US-Nutzer betreffen, eine beispiellose Aktion.
TikTok hat sich zu diesem Plan bisher nicht öffentlich geäußert, aber allgemein wird angenommen, dass dieser Ansatz des "Neueinstiegs" möglicherweise ein technischer Ausweg ist, den die Plattform unter politischem Druck sucht.
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Abschließend
Unabhängig davon, ob die Übernahme wahr ist oder zustande kommt, der geopolitische und regulatorische Druck, dem chinesische Unternehmen auf den Überseemärkten ausgesetzt sind, ist zu einer realen Herausforderung geworden, die die Globalisierung von Marken bewältigen muss.
Für TikTok werden die nächsten drei Monate entscheidend sein: Ob Verkauf, Umgang mit dem Verbot oder die Einführung einer neuen App als anderen Weg – alles erfordert höchste strategische Präzision und Umsetzungsgeschwindigkeit.
Die Blicke des Marktes bleiben auf diesen "politisch am stärksten aufgeladenen" Technologiekonzern-Schaukampf gerichtet.



