Im Jahr 2025 ist der E-Commerce-Export von einem „Trend“ zu einer „realen Option“ geworden.
Wer den Rhythmus des Überseemarktes versteht, kann sich im Wettbewerb um Bestand durchsetzen. Und auf diesem immer volleren Weg setzt TEMU weiter nach. Diesmal hat es den Blick auf Kanadas Nachbarn im Norden – Kanada – gerichtet und eine gewichtige Politik angekündigt: die umfassende Öffnung der „Steuerübernahme“-Subvention.
Im Gegensatz zu den früheren kleinen Tests kommt diese Runde fast allen Händlern zugute, die am Semi-Hosted-Modell von TEMU teilnehmen. Keine Einschränkung der Kategorien, keine Hürden – die Plattform übernimmt direkt die von den Verbrauchern zu zahlenden Steuern, während die Händler weiterhin den Bruttoverkaufspreis erhalten. Einfach, direkt und mit vollem Engagement.
Dahinter steckt nicht nur das Traffic-Spiel der Plattform, sondern auch eine klare Neuausrichtung des Marktschwerpunkts von TEMU.
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Warum ist Kanada zum neuen Fokus geworden?
Im Vergleich zu den lebhaften Märkten in Südostasien und dem Nahen Osten war Kanada bisher eher „under the radar“. Aber für Spieler, die wirklich auf langfristiges Wachstum setzen, birgt dieser nordamerikanische Markt viele verborgene Chancen.
Zum einen ist Kanada in vielen Kategorien stark auf Importe angewiesen. Von Elektronik über Haushaltswaren bis hin zu Bekleidungsaccessoires – die heimische Lieferkette ist nicht ausreichend, und die chinesische Fertigung kann genau diese Lücke füllen.
Zum anderen steigt mit den veränderten Konsumgewohnheiten die Akzeptanz des Online-Shoppings in Kanada rapide. Nicht nur in Großstädten wird häufig online bestellt, auch die Kaufkraft in abgelegenen Regionen wird durch E-Commerce-Plattformen zunehmend aktiviert.
Laut Prognosen von Statista wird der kanadische E-Commerce-Markt bis 2025 die Marke von 72 Milliarden US-Dollar überschreiten und mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von über 8% bis 2029 voraussichtlich die Milliarden-Dollar-Marke erreichen.
Und TEMU hat bereits innerhalb eines Jahres nach seinem Markteintritt einen Marktanteil von 12,7% erobert und sich damit unter die Top 3 der lokalen E-Commerce-Plattformen katapultiert, zusammen mit Amazon und Shein.
Offensichtlich ist dies kein „nebenbei“ gemachter Test, sondern eine geplante, schrittweise Vertiefung.
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Welche Subvention? Die „Steuerübernahme“-Strategie von TEMU im Detail
Um das Gewicht der „Steuerübernahme“ von TEMU zu verstehen, muss man sich zunächst den enormen Steuerdruck im kanadischen lokalen E-Commerce ansehen.
In diesem Land, das auf nationaler Ebene einheitlich, aber auf Provinzebene „individuell“ ist, sind die häufigsten Steuern:
GST (Bundesumsatzsteuer), festgelegt auf 5%;
HST (Kombinierte Bundes- und Provinzsteuer), in einigen Provinzen mit Sätzen von 13% bis 15%;
PST (Provinzumsatzsteuer), z. B. in Provinzen ohne HST, meist 6% bis 7%;
Quebecs eigene Steuerregelung, fast 10% und nicht mit anderen Provinzen kompatibel.
Für Verkäufer sind diese Steuern nicht nur vielfältig und kompliziert zu berechnen, sondern wirken sich auch direkt auf die Kaufentscheidung der Nutzer aus, da sie zum Produktpreis hinzukommen.
Die „Steuerübernahme“-Politik von TEMU übernimmt alle diese Steuern – die Plattform zahlt, die Verbraucher werden entlastet, die Händler spüren nichts. Ein Klick, keine Preisänderung, und selbst die komplizierten lokalen Vorschriften in Quebec werden in die Subvention einbezogen.
Dahinter steht das Engagement der Plattform für den kanadischen Markt und ein Verstärker für das Vertrauen der Händler in ihr Wachstum.
Tabelle der GST- und PST-Steuersätze in einigen Regionen Kanadas
Wie können Händler teilnehmen? Zwei Versandwege zur Auswahl
Wer diese Welle nutzen möchte, um in den kanadischen Markt einzusteigen, muss das passende Versandmodell wählen. Nach dem aktuellen Betriebsmodell von TEMU gibt es zwei Hauptwege:
① Lokaler Lagerbestand (Local Fulfillment)
Vorteile:
Schnellere Auftragsabwicklung, bessere Lieferzeiten, höhere Kundenzufriedenheit;
Weniger Probleme mit Zulassungen/Politiken;
Produkte erhalten leichter Empfehlungen von der Plattform.
Aber die Hürden sind nicht niedrig: Hohe Kosten für die Lagererrichtung, präzise Bevorratung erforderlich – bei schleppendem Absatz oder schwieriger Rotation ist das Risiko erheblich.
② Versand aus US-Lagern (US to Canada)
Das „US-nach-Kanada“-Modell: Ware wird zunächst in US-Lagern gelagert und nach Bestellung nach Kanada verschickt.
Geeignet für Händler, die sich noch in der Testphase befinden oder den kanadischen Markt noch nicht gut kennen. Hohe Flexibilität, gemeinsame Lagerbestände, Abdeckung der USA und Kanadas. Allerdings längere Lieferzeiten, was bei schnelllebigen oder zeitkritischen Produkten problematisch sein kann.
Unabhängig vom Modell gilt jetzt für beide die einheitliche „Steuerübernahme“-Subvention – eine seltene Gelegenheit, den Markt zu testen.
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Wie können Händler diesen Vorteil maximieren?
Erstens: Kategorien erweitern und Nischen anpeilen.
Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um in blaue Ozeane vorzudringen, insbesondere mit TEMUs Traffic-Unterstützung können auch Nischenkategorien explodieren. Man kann von vorhandenen Bestsellern ausgehen und eine Produktmatrix aufbauen, um mit Kombinationen Positionen zu besetzen.
Zweitens: Hochpreisige Produkte testen.
Bisher aufgrund der Steuern weniger attraktive Hochpreissegmente könnten durch die „Steuerübernahme“-Unterstützung einen Durchbruch erleben. Konsumelektronik, große Haushaltsartikel, Gartengeräte – in Kanada herrscht ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, mit Potenzial.
Zum Beispiel Bluetooth-Kopfhörer, Rasenmäher, tragbare Klimaanlagen, Heimprojektoren – das sind die am stärksten wachsenden Kategorien auf TEMU in Kanada, ideal für Händler mit mittleren bis hohen Preissegmenten, um sich frühzeitig zu positionieren.
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Fazit
Der kanadische Markt ist nicht „heiß“, aber genau deshalb bietet er seltene Chancen.
Für chinesische Verkäufer, die mit den Regeln des heimischen E-Commerce vertraut sind, bietet Kanada klare Vorteile:
Hohe Kaufkraft pro Kopf; relativ geringer Wettbewerb; Markt noch nicht „überfüllt“.
Aktuell hat TEMU in Kanada bereits über 3,2 Millionen täglich aktive Nutzer, und die Zahl wächst stetig. Noch wichtiger: In einer Zeit, in der Politik, Ressourcen und Plattformunterstützung gleichzeitig greifen, ist dies ein Fenster für kleine und mittelständische Händler, in einen neuen Markt einzusteigen.
Diese „Steuerübernahme“-Welle ist keine einfache Preisnachlassaktion, sondern der Beginn eines gemeinsamen Versuchs von Plattform und Händlern, weiteres Wachstum zu erschließen.



