Für Tuke Shop ist der riesige US-Markt zweifellos das entscheidende Schlachtfeld, das in seiner globalen Strategie erobert werden muss.

Das bedeutet, dass die Plattform sich nicht nur auf den Verkauf von Alltagswaren oder Kosmetikprodukten beschränken kann, sondern das Sortiment erweitern und versuchen muss, in höherwertige Kategorien vorzudringen.

 

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Kürzlich hat eine neue Aktion von ihnen die Aufmerksamkeit der Branche auf sich gezogen.

Vor dem diesjährigen Black Friday wurden eine Reihe von hochwertigen Luxusartikeln still und leise bei Tuke Shop gelistet.

Darunter befinden sich Taschen von Luxusmarken wie Hermès und Chanel, limitierte Sneaker-Kooperationen von Louis Vuitton und Nike sowie Luxusuhren von Rolex und Cartier. Einige Einzelstücke sind sogar mit bis zu 11.000 US-Dollar ausgezeichnet.

Dieser Schritt wird als klares Signal gesehen, dass Tuke Shop offiziell in den US-Luxus-Einzelhandel einsteigt.

 

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Derzeit haben sich bereits zahlreiche lokale Secondhand-Luxusgeschäfte bei Tuke Shop niedergelassen und fördern den Verkauf durch Kurzvideos und Livestreams. Das Secondhand-Boutique-Geschäft 17th Street aus New York ist eines davon.

Der Social-Media-Verantwortliche des Geschäfts verriet in einem Interview, dass Tuke zu einer der wichtigsten Traffic-Quellen der Marke geworden ist. Seit dem Einzug kurz vor Weihnachten im letzten Jahr haben sie über diese Plattform fast tausend Markentaschen verkauft.

Obwohl die Plattform bei jeder Luxus-Transaktion 8% Provision einbehält, sind die Händler aufgrund des deutlichen Verkaufswachstums weiterhin bereit, zu investieren.

17th Street hat inzwischen ein eigenes Livestream-Team aufgebaut, das täglich Live-Shopping-Sendungen durchführt. An erfolgreichen Tagen kann der Tagesumsatz bis zu 30.000 US-Dollar erreichen.

 

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Frühe Planung, Marktpotenzial wird weiter freigesetzt

Tatsächlich ist es nicht das erste Mal, dass Tuke Shop im Luxussegment experimentiert.

Bereits im April letzten Jahres hat der britische Standort eine Kategorie für Secondhand-Luxusartikel eingeführt, die hochwertige Kleidung, Markentaschen, Accessoires und Uhren umfasst und mit bekannten lokalen Secondhand-Luxushändlern zusammenarbeitet, um die Echtheit der Waren zu gewährleisten.

Neben dem Expansionsbedarf der Plattform selbst ist die anhaltend steigende Marktnachfrage ein wichtiger Grund für das Engagement im Luxussegment.

Berichten zufolge verändert die junge Generation, insbesondere die Generation Z, ihre Konsumgewohnheiten. Sie streben nicht mehr blind nach neuen Produkten, sondern bevorzugen Secondhand-Luxusartikel.

Und genau diese junge Zielgruppe ist die Kernnutzerbasis von Tuke.

Mehrere Studien zeigen, dass Facebook und Instagram zwar insgesamt mehr Nutzer haben, aber bei der Generation Z ist die Nutzungsrate und Beliebtheit von Tuke deutlich höher als bei anderen sozialen Plattformen.

 

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Andererseits ist die Expansion in den Secondhand-Luxusmarkt bereits zum Branchentrend geworden, und Einzelhandelsriesen wie Walmart und Amazon sind ebenfalls eingestiegen.

Walmart hat zu Beginn dieses Jahres mit der Secondhand-Plattform Rebag kooperiert und über 27.000 Secondhand-Luxusartikel gelistet. Zur Jahresmitte lag das Wachstum dieses Geschäftsbereichs bereits bei über 200 %, wobei gebrauchte Rolex-Uhren am beliebtesten sind.

Die Reihe von Maßnahmen der großen Plattformen zielt nicht nur darauf ab, die Generation Z als Konsumenten zu gewinnen, sondern ist auch eine direkte Reaktion auf das enorme Marktpotenzial. Laut einer gemeinsamen Prognose der Boston Consulting Group und der Luxus-Resale-Plattform Vestiaire Collective wächst der globale Luxus-Resale-Markt jährlich um etwa 10 % und hat eine vielversprechende Zukunft.

Vor diesem Hintergrund betrachten sowohl traditionelle Einzelhandelsriesen wie Walmart und Amazon als auch neue Social-Commerce-Plattformen wie Tuke Shop Secondhand-Luxusartikel als einen lohnenden Wachstumspunkt.

 

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Insgesamt betrachtet ist der Verkauf von Luxusartikeln durch Tuke Shop in den USA sowohl ein wichtiger Versuch der Plattform, das Sortiment aufzuwerten und neue Nutzergruppen zu erschließen, als auch eine strategische Maßnahme, um den Markttrends zu folgen und den Konsumtrend der Generation Z zu nutzen.

Mit der fortschreitenden Verbesserung des Authentifizierungssystems und der Reife des Livestream-Shopping-Modells könnten Luxusartikel zu einem weiteren Wachstumsmotor für Tuke Shop auf dem US-E-Commerce-Markt werden.