Ab dem 23. Juni werden die USA offiziell einen Zoll von bis zu 50 % auf importierte Stahl-Haushaltsgeräte erheben. Dies ist keine einfache Handelsanpassung, sondern ein echter schwerer Schlag, der die heimischen Exportunternehmen für Haushaltsgeräte mitten ins Herz trifft!

Für viele kleine und mittlere Produktionsunternehmen, die noch immer auf Auftragsfertigung angewiesen sind, hat diese neue Politik über Nacht die Überlebenslogik verändert.

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Exportaufträge brechen drastisch ein, der Druck auf Auftragsfertiger ist unerträglich

„Gerade erst einen Auftrag mit der US-Seite unterschrieben, und die sagen, die Preise müssten neu verhandelt werden, sonst wird der Auftrag storniert.“ Das ist die echte Beschwerde eines Verantwortlichen einer mittelgroßen Haushaltsgeräte-Auftragsfertigungsfabrik in Ningbo in einer WeChat-Gruppe. Solche Stimmen werden in den letzten zwei Monaten immer häufiger.

Der Export von Stahl-Haushaltsgeräten in die USA war ohnehin schon extrem dünn profitabel, man verließ sich auf die Masse, um die Stückzahlen zu steigern. Wenn nun zusätzlich 50 % Zoll hinzukommen, wird dieser kleine Gewinn praktisch „mit einem Schlag weggefegt“. Und dieser Zoll wird nicht auf das gesamte Gerät nach Wert berechnet, sondern separat auf den Stahlanteil erhoben. Das bedeutet, wenn du Stahl verwendest, musst du mehr bezahlen.

Viele Fabriken versuchten, die Lieferungen unter Schmerzen fortzusetzen, stellten aber schnell fest, dass auch die Kunden in den USA die Zahlungen hinauszögerten. Vorauszahlungen blieben aus, die Zahlungsfristen verlängerten sich, der Cashflow wurde knapp, und selbst die Gehälter der Mitarbeiter wurden zum Problem. Die wirklich nennenswerten „Lösungen“ sind jedoch rar.

Quelle: 21st Century Business Herald

Wohin mit dem „Going Global“? Alle schauen jetzt auf Märkte außerhalb der USA

Früher, wenn man von „Going Global“ sprach, meinten viele automatisch den US-Markt. Aber jetzt beginnt diese Logik zu bröckeln.

Vietnam, Thailand und Indonesien sind die ersten „Ersatzmärkte“. Viele Fabriken nehmen Kontakt mit lokalen Fabriken auf oder erwägen sogar, dort eigene Werke zu bauen.

Ein Teil der Unternehmen beginnt auch, den afrikanischen Markt ernsthaft in Betracht zu ziehen, der früher als „wenig profitabel und klein“ galt. So brachte Ningbo Feilong Home Appliances in Nigeria eine intelligente, schimmelresistente Waschmaschine auf den Markt, die überraschend gut lief. Die Exporte stiegen in fünf Monaten im Jahresvergleich um 50 %.

Diese Märkte haben eine hohe Akzeptanz für preiswerte Produkte mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, der Wettbewerb ist nicht so intensiv, und sie könnten durchaus eine „neue Fahrrinne“ eröffnen.

Interview mit Ningbo Feilong Home Appliances, Quelle: CCTV13

Große Marken haben eine höhere Widerstandsfähigkeit, aber auch sie haben es nicht leicht

Viele denken, große Marken seien weniger betroffen, weil sie „Geld, Kanäle und Produktionsstätten“ haben. Ja, Haier hat GE in den USA, Midea hat Fabriken in Mexiko, und Gree hat ebenfalls eine globale Präsenz. Oberflächlich betrachtet haben sie Spielraum.

Aber das ist kein Allheilmittel. Einerseits steigen auch die globalen Rohstoffpreise, Stahl ist bereits teurer, und mit den zusätzlichen Zöllen steigen die Herstellungskosten weiter. Andererseits ist der Aufbau von Lieferketten, Markenvertrauen und Kundendienstsystemen im Ausland selbst eine große Investition.

Viele Marken müssen ihre Kalkulationen neu aufstellen: Welche Produkte können bleiben? Welche Geschäftsbereiche sollten umgestellt werden? Nur weil man „eine Fabrik im Ausland hat“, heißt das nicht, dass man vor nichts Angst haben muss.

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Diese Zollwelle erzwingt eine Produktaufwertung

Auch Branchenkenner geben zu, dass die Zölle die Unternehmen tatsächlich zu einem Wandel zwingen.

Der Weg, der früher auf Auftragsfertigung und Preiskämpfen basierte, wird immer enger. Stattdessen wirken die Unternehmen, die frühzeitig auf intelligente und hochwertige Produkte gesetzt haben, jetzt gelassener.

Zum Beispiel experimentieren einige Hersteller mit Verbundwerkstoffen als Ersatz für Stahl, andere entwickeln KI-Waschmaschinen und intelligente Kühlschränke, die sich direkt vom „Stahl“-Punkt lösen und auf die Wertschöpfungskarte setzen.

TCL hat eine KI-Klimaanlage mit Fernsteuerung auf den Markt gebracht. Obwohl sie 30 % teurer ist als normale Produkte, verkauft sie sich in Mexiko sehr gut. Das zeigt auch, dass der High-End-Weg nicht bedeutet, dass „teure Ware sich nicht verkauft“, sondern ob man einen Unterschied machen kann.

Manchmal ist „gezwungen zu werden“ der Beginn einer industriellen Aufwertung!

TCL auf der China International Household Appliances and Consumer Electronics Expo, Quelle: TCL

Dieser Sturm ist noch lange nicht vorbei

Handelskonflikte gibt es nicht erst seit diesem Jahr, aber das Tempo der diesmaligen 50-prozentigen Zollerhöhung ist deutlich schneller und härter als zuvor. Von Stahl zu Stahl-Haushaltsgeräten, eine Schlagfolge, die schwerlich nicht an eine „künstliche Rekonstruktion“ der Lieferkette denken lässt.

Für die chinesische Fertigung ist dies keineswegs nur ein externes Risiko, sondern eher ein Spiegel, der unsere Schwächen in der Exportstruktur, der Markenfähigkeit und der globalen Präsenz widerspiegelt.

Vielleicht werden einige Unternehmen gezwungen sein, auszusteigen, einige Marken werden hier Halt machen, aber es wird sicher auch diejenigen geben, die diese Gelegenheit nutzen, um auf eine neue Spur zu wechseln.

Die beiden Worte „Going Global“ bedeuten jetzt nicht mehr nur, Waren zu verkaufen. Sie umfassen Preissetzungsmacht, Produktstärke, Markeneinfluss und die umfassende Fähigkeit zur globalen Fertigungskooperation.

Dies ist ein Bereinigungsprozess. Wer übrig bleibt, ist der wahre Starke!