Für Einsteiger, die gerade den Schritt ins Auslandsgeschäft wagen, ist eine der häufigsten Fragen: Mein Produkt ist gut, die Website ist aufgebaut – warum kommen die gewünschten Besucher einfach nicht? Der Schlüssel liegt oft nicht darin, dass der Inhalt nicht hochwertig genug ist, sondern in einer falschen Keyword-Strategie.

Internationales Marketing unterscheidet sich grundlegend von der Werbung im Inland. Auf dem heimischen Markt haben wir es mit einer einsprachigen, kulturell homogenen Nutzergruppe zu tun, während wir im Ausland auf eine vielfältige Zielgruppe mit unterschiedlichen Ländern, Sprachgewohnheiten und Suchverhalten treffen.

In diesem Kontext ist die Keyword-Platzierung keine reine Übersetzungsarbeit mehr, sondern der entscheidende Hebel, um präzise Besucherströme zu erschließen.

 

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Die Suchintention verstehen ist die Grundlage der Keyword-Strategie

Viele internationale Neueinsteiger verfallen dem Irrglauben, dass sie einfach die Keywords verwenden sollten, von denen sie denken, dass Nutzer sie eingeben. Tatsächlich unterscheiden sich die Suchgewohnheiten von Nutzern aus verschiedenen Ländern und kulturellen Hintergründen enorm.

Ein Beispiel: Ein US-amerikanischer Nutzer, der einen wasserdichten Bluetooth-Lautsprecher kaufen möchte, sucht möglicherweise direkt nach „waterproof bluetooth speaker“. Ein deutscher Nutzer würde hingegen eher „wasserdichter bluetooth-lautsprecher“ eingeben.

Das ist nicht nur ein sprachlicher Unterschied, sondern spiegelt auch unterschiedliche Suchgewohnheiten wider. Deutsche Nutzer bevorzugen zusammengesetzte Wörter, während US-Amerikaner eher Phrasen verwenden.

 

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Noch tiefer gehend müssen wir die Suchintention der Nutzer verstehen. Wenn jemand nach „running shoes“ sucht, möchte der eine vielleicht wissen, wie man Laufschuhe auswählt, ein anderer sucht Testberichte zu den neuesten Modellen, und ein Dritter ist direkt kaufbereit. Diese drei unterschiedlichen Intentionen erfordern völlig verschiedene Keyword-Wahl- und Content-Strategien.

Wie man Keywords je nach Produktkategorie unterschiedlich platziert

Die Keyword-Strategie für Exportprodukte muss je nach Produktkategorie differenziert werden. Ich unterteile Exportprodukte grob in drei Kategorien, jede mit ihrer eigenen Logik für die Keyword-Platzierung.

Die erste Kategorie sind Massenprodukte wie Bekleidung, Haushaltswaren, 3C-Zubehör usw.

Diese Produkte zeichnen sich durch starken Wettbewerb und hohe, aber allgemeine Suchvolumen aus. Bei der Keyword-Platzierung sollte man sich nicht nur auf die Kernbegriffe konzentrieren, sondern geschickt Long-Tail-Keywords erschließen.

Verkaufen Sie zum Beispiel Yogakleidung, können Sie neben dem Kernkeyword „yoga wear“ auch Long-Tail-Keywords wie „high waist yoga pants for women“ oder „breathable yoga top for hot yoga“ platzieren. Diese Begriffe haben zwar geringere Suchvolumen, aber oft höhere Konversionsraten, da Nutzer, die danach suchen, eine sehr klare Kaufabsicht haben.

 

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Die zweite Kategorie sind Spezialprodukte oder Nischenartikel, wie Industrieausrüstung, Profiwerkzeuge oder Ausrüstung für bestimmte Hobbygruppen.

Bei diesen Produkten sollte die Keyword-Strategie auf Fachkenntnis und Szenarien abzielen. Ein Beispiel: Wenn Sie Drohnen verkaufen, aber der Schwerpunkt auf dem Einsatz in der Landwirtschaft liegt, dann ist „agricultural drone for crop spraying“ viel wertvoller als ein einfaches „drone for sale“.

Sie müssen aus der Perspektive der Zielnutzer denken: In welchem Szenario brauchen sie Ihr Produkt? Welche Fachbegriffe verwenden sie, um dieses Bedürfnis zu beschreiben?

 

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Die dritte Kategorie sind dienstleistungsorientierte Produkte oder Lösungen, wie SaaS-Tools, Beratungsdienste oder maßgeschneiderte Services.

Bei diesen Produkten sollte die Keyword-Strategie die Problemlösung und den Nutzen hervorheben. Wenn Sie beispielsweise ein ERP-System für den E-Commerce anbieten, könnten problemorientierte Keywords wie „how to manage multi-channel inventory efficiently“ gezieltere Nutzer anziehen als direkte Verkaufsbegriffe.

Denn Nutzer, die nach solchen Fragen suchen, haben bereits erkannt, dass sie ein Managementproblem haben, und sind auf der Suche nach einer Lösung.

Tiefgreifende Integration lokaler Sprachgewohnheiten

Die Keyword-Platzierung darf nicht auf reiner Übersetzung beruhen, sondern muss sich wirklich in die Sprachgewohnheiten des Zielmarktes einfügen. Dazu ist ein tiefes Verständnis des lokalen kulturellen Hintergrunds und der Ausdrucksweisen erforderlich.

Am Beispiel des englischsprachigen Marktes: Obwohl die USA und Großbritannien beide Englisch sprechen, unterscheiden sich die Ausdrucksgewohnheiten stark. Amis sagen „fall“, Briten sagen „autumn“; Amis sagen „apartment“, Briten sagen „flat“. Diese feinen Unterschiede müssen in der Keyword-Strategie berücksichtigt werden.

 

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Darüber hinaus sollte man auch auf regionale Slang- und Umgangsausdrücke achten. In Australien etwa wird häufig „arvo“ für Nachmittag und „barbie“ für Grill verwendet. Wenn Ihr Produkt mit solchen Alltagsszenen zusammenhängt, kann die Einbindung dieser lokalen Ausdrücke oft unerwartete Effekte erzielen.

Wettbewerbsanalyse und Keyword-Chancen erkennen

Darüber hinaus ist es vor der Festlegung der Keyword-Strategie entscheidend, eine gründliche Wettbewerbsanalyse durchzuführen. Dies betrifft nicht nur die Keyword-Auswahl, sondern auch die anschließende Content-Strategie und die Verteilung der Werberessourcen.

Die Keyword-Strategie der Wettbewerber kann aus mehreren Perspektiven analysiert werden. Schauen Sie, um welche Kernbegriffe sie ihre Inhalte aufbauen, welche Keywords ihnen den meisten Traffic bringen und welche zwar wenig Traffic, aber geringen Wettbewerb haben. Durch diese Analyse können Sie Chancen für Ihre eigene Keyword-Strategie identifizieren.

Ein Beispiel: Angenommen, Sie verkaufen Tierbedarf im Ausland. Wenn die Analyse ergibt, dass die meisten Mitbewerber um breite Begriffe wie „dog food“ oder „cat toys“ konkurrieren, könnten Sie sich auf Nischen konzentrieren, wie „grain free puppy food for sensitive stomach“ oder „interactive cat puzzle feeder“. Diese Begriffe haben geringeren Wettbewerb, aber die Nutzer, die danach suchen, sind oft präzisere Zielkunden.

 

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Gleichzeitig sollten Sie auch aufkommende Trends und saisonale Nachfragen im Auge behalten. In den USA und Europa steigt beispielsweise im Sommer die Suchanfrage nach „cooling dog bed“ deutlich an. Wer solche saisonalen Keywords frühzeitig platziert, kann oft von einem Traffic-Boom profitieren, wenn die Nachfrage ausbricht.

 

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Fazit

Die Keyword-Strategie für den internationalen Markt ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein Prozess der ständigen Anpassung und Optimierung in der Praxis.

Wenn wir wirklich aus der Perspektive der Zielnutzer denken, ihre Suchgewohnheiten und tatsächlichen Bedürfnisse verstehen und um diese Bedürfnisse herum ein Keyword-System und eine Content-Matrix aufbauen, werden die präzisen Besucherströme ganz von selbst kommen.