Auf TikTok sind Hashtags wie ein „Kompass“ für den Traffic.

Richtig eingesetzt, können Videos viral gehen; falsch verwendet, können selbst die besten Inhalte untergehen.

Doch viele Marken tappen in die Falle: Sie stapeln Dutzende irrelevanter Hashtags oder nutzen nur selbstverliebte Marken-Hashtags – mit dem Ergebnis, dass die Aufrufzahlen im dreistelligen Bereich stecken bleiben.

Heute zeigt euch Tuke drei praxisnahe Strategien, wie ihr mit Hashtags den Traffic-Code von TikTok knackt!

Quelle: Internet

1. Hashtag-Auswahl: Das „Kern + Trend + Long-Tail“-Set

Viele Marken glauben, dass mehr Hashtags mehr Reichweite bedeuten, aber der TikTok-Algorithmus legt mehr Wert auf die präzise Übereinstimmung zwischen Hashtag und Inhalt. Die ideale Hashtag-Kombination = 1-2 Kern-Hashtags + 1-2 Trend-Hashtags + 3-5 Long-Tail-Hashtags.

Kern-Hashtags: Direkt mit der Marke oder dem Produkt verbunden, z. B. #NikeRunning;

Trend-Hashtags: Nutzen den heißen Traffic der Plattform, z. B. #SummerVibes (saisonale Trends);

Long-Tail-Hashtags: Verfeinern Szenarien oder Zielgruppen, z. B. #WorkoutMom (Mütter, die trainieren).

Fallbeispiel: Red Bulls Energie-Hashtag-Matrix

Bei der Werbung für Energy-Drinks nutzte Red Bull den Kern-Hashtag #RedBullGivesYouWings (verbunden mit dem Markenslogan), kombinierte ihn mit dem Trend-Hashtag #ExtremeSports-Challenges und verfeinerte ihn mit dem Long-Tail-Hashtag #SnowboardTricks, um Extremsport-Enthusiasten zu erreichen. Diese Kombination ermöglichte es Red Bull, Inhalte präzise an die Zielgruppe zu liefern und gleichzeitig von heißen Themen zu profitieren, was zu über 230 Millionen Videoaufrufen führte.

Quelle: TikTok

2. Hashtag-Kombination: Marken-Challenges + User-Generated Content, um UGC-Viralität zu entfachen

Allein mit Marken-Hashtags ist es schwer, über den eigenen Kreis hinauszuwachsen. Doch durch das Modell „Challenge-Hashtag + User-Generated Content“ kann die Begeisterung normaler Nutzer geweckt werden, was zu einer Inhalts-Viralität führt.

Dies gliedert sich in drei Schritte:

1. Gestaltet eine einfache, nachahmbare Challenge, z. B. Tanzbewegungen oder kreative Produktnutzung;

2. Nutzt Belohnungsmechanismen (z. B. Bargeld, Produkte), um Nutzer zur Veröffentlichung von Inhalten mit dem Hashtag zu motivieren;

3. Das Markenkonto interagiert zeitnah, liked und kommentiert hochwertige UGC (User Generated Content).

Fallbeispiel: e.l.f. Cosmetics‘ „Legendäre Challenge“

Die Beauty-Marke e.l.f. startete die #EyesLipsFace-Challenge und ermutigte Nutzer, mit Markenprodukten 15-Sekunden-Make-up-Videos zu erstellen, untermalt vom gleichnamigen Marken-Song. Der Hashtag erreichte innerhalb von nur drei Tagen über eine Milliarde Aufrufe, zog letztlich über 5 Millionen Nutzer an und brachte den Song sogar in die Billboard-Charts. Diese Kampagne ohne Werbeausgaben brachte e.l.f. allein durch Hashtag-Viralität über 120.000 Neukunden.

Quelle: TikTok

3. Hashtag-Optimierung: Dynamische Tests + plattformübergreifende Nutzung, um Traffic kontinuierlich auszuschöpfen

Eine Hashtag-Strategie ist keine einmalige Angelegenheit. Marken müssen regelmäßig die Hashtag-Trends überwachen, ineffiziente Hashtags aussortieren und virale Keywords von anderen Plattformen wiederverwenden.

A/B-Test-Methode: Veröffentlicht denselben Inhalt mit verschiedenen Hashtag-Gruppen und vergleicht Aufrufe und Interaktionsraten;

Plattformübergreifende Traffic-Lenkung: „Verpflanzt“ hochtrendende Keywords von Instagram, YouTube usw. auf TikTok;

Vermeidet Fallstricke: Verwendet keine verbotenen Wörter (z. B. absolute Formulierungen) und reduziert doppelte Hashtags (z. B. gleichzeitig #Fitness und #FitnessGoals).

Fallbeispiel: Gymsharks „Hashtag-Iterationskunst“

Die Fitnessmarke Gymshark nutzte zur Bewerbung neuer Trainingshosen zunächst den generischen Hashtag #GymLife, aber die Aufrufe stagnierten. Durch A/B-Tests stellte sich heraus, dass der Long-Tail-Hashtag #SquatProofLeggings die Schmerzpunkte weiblicher Nutzer besser traf, woraufhin die Strategie sofort angepasst wurde. Gleichzeitig wurde das Instagram-Viral-Thema #FitCheck auf TikTok übertragen, was letztlich zu einem Anstieg der Videoaufrufe um 600% führte und das Produkt war zeitweise ausverkauft.

Quelle: TikTok

Das Wesen von Hashtags ist ein „Content-Router“

TikTok-Hashtags sind keine Esoterik, sondern ein präzises Verteilungswerkzeug basierend auf Nutzerinteressen.

Marken müssen das „Alles-umfassend“-Denken ablegen und stattdessen eine „Scharfschützen-Logik“ anwenden: Fokussiert auf Kern-Szenarien, bindet Trend-Traffic ein und regt User-Generated Content an.

So wie Nike während der Pandemie den Hashtag #PlayInside anstelle des üblichen #JustDoIt nutzte, um sowohl den häuslichen Kontext der Nutzer zu treffen als auch die Markenbotschaft zu vermitteln, was letztlich zu einer Einheit von Marke und Wirkung führte.

Denkt daran: Der Kern einer Hashtag-Strategie ist nicht, Trends zu jagen, sondern Trends zu eurer Markenheimat zu machen.