In letzter Zeit stand der Name des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wieder weltweit auf den Trendlisten. Diesmal jedoch nicht wegen einer Wahlkampfveranstaltung, sondern weil sein „Zollabenteuer“ außer Kontrolle geriet. Nachdem er eine ganze Nacht auf einen Anruf aus China gewartet hatte, ohne einen zu erhalten, legte Trump schließlich noch eine Schippe drauf, und die kumulierten Zölle belaufen sich nun auf 145 %.

Die Kosten für chinesische Verkäufer explodieren, die Geldbörsen der amerikanischen Verbraucher werden geleert, und Trumps „Zollkeule“ könnte am Ende die Amerikaner selbst am härtesten treffen.

Quelle: AFP

Eskalation des Zollkriegs: Von „reziproken Zöllen“ zu 125 % Wahnsinn

Trumps Zollpolitik gleicht einer außer Kontrolle geratenen Achterbahn.

Am 2. April kündigte er hochtrabend einen „Basiszoll“ von 10 % auf alle Handelspartner an und verhängte Strafzölle von 20 % bis 34 % gegen große Volkswirtschaften wie China und die EU. Doch nur eine Woche später erhöhte er plötzlich die Zölle auf chinesische Importe auf 125 %, während er 75 Ländern eine „Gnadenfrist“ gewährte und die Zölle für sie vorübergehend aussetzte.

Diese von einem Tag auf den anderen wechselnden Maßnahmen überraschten selbst das Weiße Haus – Bloomberg berichtete, dass die Regierung vor der Ankündigung der Politik nicht einmal die genauen Zollsätze festgelegt hatte.

Trump spricht über „reziproke Zölle“ Quelle: Xinhua

Warum ist Trump so besessen von Zöllen? Oberflächlich betrachtet geht es um die „Wiederbelebung der US-Industrie“, in Wirklichkeit steckt eine vierfache Kalkulation dahinter: Unternehmen zur Rückkehr in die USA zwingen, Haushaltslöcher stopfen, Handelsdefizite verringern und Zölle als Verhandlungsmasse nutzen.

Aber die Daten haben ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht – das US-Handelsdefizit mit China stieg 2024 auf 361 Milliarden US-Dollar, 12 % höher als vor Trumps Handelskriegsbeginn im Jahr 2017.

Noch ironischer ist, dass die US-Inflation aufgrund der Zölle wieder auf 3,5 % gestiegen ist und die Bürger sich kaum noch Eier leisten können.

Quelle: Internet

„Preisschock“ erfasst die Welt: Das Rennen gegen die Zeit im grenzüberschreitenden E-Commerce

Trumps Zollkeule trifft zuerst die grenzüberschreitenden Verkäufer. Am Beispiel des chinesischen grenzüberschreitenden E-Commerce:

Great Star Tools geht direkt in die „Konfrontation“: Am Tag nach der neuen Politik wurden Preiserhöhungen für die gesamte Produktpalette angekündigt, das Management erklärte unverblümt, dass „die gesamte Branche bald nachziehen wird“.

Anker Innovations spielt „versteckte Preiserhöhungen“: Reduzierung von Werbeaktionen und Rabatten, Erhöhung der Preise für Neuprodukte, gleichzeitig wurde der Umsatzanteil des nordamerikanischen Marktes von 60 % auf 40 % gedrückt, um sich verstärkt auf Südostasien und Lateinamerika zu konzentrieren.

Zoyu Technology verlegt die Produktion: Die Möbelproduktion wurde nach Vietnam verlagert, mit dem Etikett „Made in Vietnam“ versehen, um Zölle zu umgehen, aber Trump hat Südostasien bereits im Visier und verlangt strenge Überprüfungen des Ursprungslandes.

Quelle: Cailianshe

Auch US-amerikanische Unternehmen bleiben nicht verschont. Die Haushaltsmarke Simple Morden musste aufgrund der Zölle 40 Millionen US-Dollar mehr ausgeben und war zu Entlassungen gezwungen; Walmart leidet unter unterbrochenen Lieferketten aus China, 80 % der Elektronikregale sind leer. Auf Amazon stiegen die Preise für Mülleimer um 5 %, für Badezimmerlüfter um 11 % und für Malerkrepp um 17 %. Die Verbraucher hamstern wie verrückt, und in den sozialen Medien ist ein Wehklagen zu hören: „Die Löhne sind nicht gestiegen, aber die Preise sind verrückt geworden!“

Quelle: OKLAHOMA BUSINESS VOLCE

Der „Backlash“ in den USA: Zorn von der Wall Street bis auf die Straße

Seit bekannt wurde, dass er einen 10%igen Zoll auf die nur von Pinguinen bewohnten Heard- und McDonald-Inseln erhoben hat, ist die große, schöne USA mit ihrem Präsidenten endgültig durch. Es ist schon ziemlich lustig, Pinguine sind wohl die ersten Lebewesen, die einen Handelskrieg mit der Menschheit führen...

Quelle: Internet

Trump hat vielleicht nicht bedacht, dass dieser Zollkrieg zuerst die USA selbst in die Knie zwingen würde.

Die Börse brach ein: Der Nasdaq fiel in einer Woche um 9 %, die Aktienkurse von Apple und Nike stürzten um 7 % ab, Goldman Sachs warnte, dass 2 Millionen Einzelhandelsjobs in Gefahr seien.

Die Lieferketten rissen ab: Vietnamesische Bekleidungsaufträge gingen aufgrund von 46 % Zöllen verloren, einkommensschwache US-Bürger stehen vor einer „Kleiderschrank-Krise“; der Ausbau des Tesla-Werks in Shanghai wurde gestoppt, die Kosten für die Verlagerung der Lieferkette von Apple stiegen um 30 %.

Die Bürger sind wütend: 500.000 Menschen gingen auf die Straße, um gegen Trump zu protestieren, mit Schildern wie „Alles wird teurer“. Selbst republikanische Hochburgen liefen über, weil Whisky und Motorräder durch EU-Vergeltungszölle getroffen wurden.

Quelle: YouTube BBC News

Noch ironischer ist, dass China zwar ebenfalls betroffen ist, der Binnenmarkt jedoch das Fundament stützt. Die Halbleiter- und New-Energy-Industrie wuchsen sogar gegen den Trend, was US-Unternehmen dazu zwang, heimlich über Südostasien weiterhin chinesische Waren zu kaufen.

Fazit

Im Grunde genommen ist Trumps Zollkeule wie ein Hammer, mit dem man sich selbst auf die Füße schlägt. Die Globalisierung lässt sich nicht durch Zollerhöhungen rückgängig machen. Unternehmen wollen Geld verdienen, Verbraucher wollen billige Waren, die Lieferketten sind längst eng verwoben. Ein gewaltsames Auseinanderreißen wird nur allen wehtun. Wie diese Farce enden wird? Niemand weiß es, aber eines ist klar: Wenn der Zollkrieg zu einem Ausdauerwettkampf wird, bei dem es darum geht, wer zuerst aufgibt, wird wahrscheinlich derjenige zuerst fallen, der die Keule schwingt.

(Anmerkung: Die Informationen in diesem Artikel stammen aus öffentlichen Berichten und Daten verschiedener Plattformen. Die tatsächliche Situation basiert auf offiziellen Informationen.)