In den letzten zwei Jahren hat sich das E-Commerce-Ökosystem von TikTok wie ein Hochgeschwindigkeitsmotor entwickelt, der nicht nur unzählige Trendprodukte hervorgebracht hat, sondern auch einer Reihe chinesischer Marken den Wandel von „No-Name-Produkten“ zu bekannten Namen bei Verbrauchern im Ausland ermöglicht hat. Laut offiziellen Daten von TikTok Shop erzielen 60 % der bekannten Marken über die Plattform ein jährliches GMV-Wachstum von über 500 %. Wie können normale Marken also dafür sorgen, dass sich die Nutzer an Ihren Namen erinnern, Ihren Wert erkennen und sogar aktiv für Sie werben?
Im Folgenden werden wir Schritt für Schritt aufschlüsseln, wie man auf TikTok vom „Verkaufen“ zum „Markenaufbau“ gelangt.
Quelle: Internet
Präzise Positionierung + lokalisierte Inhalte: Die Marke „sichtbar machen“
Der erste Schritt zur Markenbildung ist nicht, Geld in Werbung zu stecken, sondern zu klären: „Wer bin ich?“ und „Was brauchen die Nutzer?“.
TikTok-Nutzer sind überwiegend jung, sie suchen nach Neuheit, Beteiligung und emotionaler Resonanz. Marken müssen die Sprache finden, um mit ihnen zu kommunizieren.
Fallbeispiel: Die „Creator + Szenario“-Strategie von TYMO BEAUTY
TYMO BEAUTY, eine Marke für Haarpflegegeräte, erschloss sich den Markt frühzeitig durch Kooperationen mit TikTok-Creatorn. Sie arbeiteten mit Nischen-Creatorn (wie der Haarstyling-Tutorial-Bloggerin @lunalurey) zusammen, um Produktanwendungs-Tutorials und Styling-Präsentationsvideos zu veröffentlichen, die die Produktwirkung direkt zeigten. Gleichzeitig starteten sie die #tymobeauty-Challenge, um Nutzer zu ermutigen, ihre eigenen Styling-Ergebnisse zu teilen.
Quelle: TikTok
Diese Strategie verhalf TYMO BEAUTY nicht nur kurzfristig zu 100.000 Followern und einem Neukundenwachstum von 220 %, sondern stärkte das Markenimage auch durch Offline-Aktivitäten wie U-Bahn-Werbung in New York und Kooperationen mit der Fashion Week. Der Schlüsselpunkt: Die authentischen Erfahrungen der Creator senken die Entscheidungshürde der Nutzer, während szenariobasierte Inhalte den Markenwert vermitteln (z. B. die Kombination aus „professionellem Werkzeug + modischem Styling“).
Ein Teil der TikTok-Konten von TYMO BEAUTY
Live-Streaming + Kurzvideos als dualer Antrieb: Traffic in Markenwerte umwandeln
Der TikTok-Live-Stream ist nicht nur ein „Verkaufsraum“, sondern auch eine hervorragende Bühne für den Aufbau einer Markenpersönlichkeit. Durch häufige Interaktion, fachkundige Erklärungen und immersive Erlebnisse können Marken schnell Vertrauen aufbauen.
Fallbeispiel: Der „Matrix-Live-Stream“ von Anker
Anker betreibt auf TikTok mehrere Konten und gestaltet spezifische Live-Stream-Inhalte für verschiedene Produktlinien (z. B. Ladegeräte, Kopfhörer).
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Im Live-Stream erklären die Anker-Moderatoren detailliert die technischen Details der Produkte (z. B. das Prinzip des Schnellladens) und setzen gleichzeitig Mechanismen wie „zeitlich begrenzte Angebote“ und „exklusive Fan-Vorteile“ ein. Dies steigert nicht nur den Umsatz, sondern festigt auch das Markenimage von „professionell und zuverlässig“.
Quelle: TikTok
Nutzer zu „Verbündeten“ machen: Vom Verkauf zur emotionalen Bindung
Auf TikTok sind Nutzer bereit, für „Markengeschichten“ zu bezahlen, aber nur unter der Voraussetzung: Sie müssen Sie erst als „ihresgleichen“ betrachten. Das Wesen der Markenbildung besteht darin, Nutzer von vorübergehenden Käufern zu „Mitgestaltern“ zu machen, die bereit sind, für Sie zu sprechen und Ihnen Vorschläge zu machen.
Fallbeispiel: Die „Verjüngungsstrategie“ von GNC (General Nutrition Centers)
Als traditionelle Marke für Nahrungsergänzungsmittel wurde GNC einst als „nur für ältere Menschen“ abgestempelt. Um in den Markt der Generation Z vorzudringen, arbeitete GNC auf TikTok mit jungen Gesundheits-Creatorn zusammen und näherte sich dem Thema mit lockeren Inhalten wie „Wie man Ängste abbaut“ oder „Was man vor und nach dem Training essen sollte“, um Nahrungsergänzungsmittel als „Lebensstil junger Leute“ zu positionieren.
Quelle: TikTok
Zum Schluss: Das Wesen der Markenbildung ist „Langfristigkeit“
Eine Marke auf TikTok aufzubauen, bedeutet nicht einfach, ein paar Videos zu drehen oder ein paar Live-Streams zu machen, sondern durch kontinuierliche Inhalte und Nutzerinteraktion die Marke zu einem Teil des Lebens der Verbraucher zu machen.
Wenn Ihre Marke noch darüber grübelt, „ob sie TikTok machen soll“, denken Sie an diesen Satz: In einer Zeit der fragmentierten Traffic-Ströme hat derjenige die Preissetzungsmacht, der die gedankliche Aufmerksamkeit der Nutzer für seine Inhalte gewinnen kann.



